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Digitale Nomaden stellen sich vor: Familie Losso
Familie Losso - digitale Nomaden

Digitale Nomaden stellen sich vor: Familie Losso

Digitale Nomaden stellen sich vor“ ist eine Artikelserie in der digitale Nomaden aus aller Welt über ihr ortsunabhängiges Leben berichten.
Die Artikelserie soll begeistern, informieren und vor allem auch inspirieren. Die einzelnen Möglichkeiten als digitaler Nomade zu leben sind nämlich oft ebenso abwechslungsreich und unterschiedlich wie auch die Umstände wie es dazu gekommen ist.

In diesem Artikel stellt sich vor:

Familie Losso aus Südtirol – Italien.

Wir sind Familie Losso und reisen seit mehr als 30 Jahren um die Welt. Roland Losso ist LKW-Fahrer, Almen-Hirte, Bergsteiger, Kletterlehrer, Fotograf, Hüttenwirt und Abenteurer und vieles mehr. Christine Losso hat im Management gearbeitet, ist Journalistin und Buchautorin, und seit vielen Jahren Vorsitzende der weltweit arbeitenden Entwicklungspolitischen-Hilfsorganisation „hope for a better world“ (siehe auch www.hopeforabetterworld.org | www.christinelosso.itwww.intothe-world.com ).

Wir haben zwei erwachsene Kinder, Denise und Manuel, die ebenso reisefreudig sind wie deren Kinder, Jana und Nicolas. Sie alle unterstützen uns bei unseren Projekten. Neben zahlreichen Expeditionen nach Nepal, Südamerika, Alaska und langen Reisen nach Südostasien, Afrika, Amerika und quer durch Europa, hat es uns nun auf die Insel getrieben. Auf Koh Chang in Thailand versuchen wir einen weiteren unserer zahllosen Träume zu verwirklichen. Unser Wunsch ist es, unsere Gäste in diesen Traum miteinzubeziehen. Im „Boonya Resort“ in Klong Prao Beach wollen wir ihnen einen angenehmen Aufenthalt in ruhiger und entspannter Atmosphäre nach westlichem Standard zu moderaten Preisen zu bieten.

Angefangen hat alles schon vor vielen Jahren. Ich bin schon als ganz junges Mädchen nach Spanien, Frankreich, Griechenland und das als Au Pair nach Schweden und Dänemark gegangen. Wieder daheim wurde meine Tochter Denise geboren, dann haben Roland und ich uns getroffen und so waren wir schon zu dritt, die begannen, richtig um die Welt zu reisen. Als Denise 5 war, ging es für einige Monate in die USA, quer durch das Land mit dem eigenen Auto von New York bis nach Texas und Arizona, dann nach Kalifornien hinauf über die Route 1 bis nach San Francisco und wieder zurück bis New York. Denise wurde in Italien eingeschult, ich habe mich wieder in die Arbeit gestürzt und Roland ist für einige Wochen das erste Mal nach Nepal: Anapurna Umrundung stand auf dem Programm.

Reisen

Anschließend haben wir den „Beruf“ gewechselt. Nachdem Roland schon fünf Sommer in der Schweiz auf einer Alm verbracht hatte, gingen wir nun zusammen auf eine Alm in Südtirol. Die Tiere und die Natur waren sehr oft unsere einzigen Begleiter dort oben, denn wir hatten weder Strom noch fließend Wasser. Dort oben in der Einsamkeit der Berge wurden wir vom Fleck weg engagiert zum wohl berühmtesten Bergsteiger der Welt: Reinhold Messner bot uns Bleibe und Job auf seinem Schloss Juval an. Abwechslung- und lehrreiche Jahre folgten. Roland begleitete Messner auf einige seiner Expeditionen. Auf dem Mount Ararat in der Türkei ging es um Forschungsarbeiten zur Wiederentdeckung der Arche Noah, an der Lhotse Südwand in Nepal wollten eine 15köpfiges Team rund um Messner die Besteigung dieser höchsten Eiswand der Welt probieren.

Roland kämpfte mit Messner aber auch gegen die Verunreinigung und den Ausverkauf der Berge bei „Mountain Wilderness“ und organisierte dann gemeinsam mit mir erste eigene Expeditionen. Tham Bahadur, unser Nepalesischer Freund, war zu Besuch bei uns und lernte Europa kennen. Während der Lhotse Südwand Expedtion hat Roland sich die Zehen erfroren und musste das Unterfangen abbrechen, was eh recht gut in den Zeitplan passte, denn unser zweites Kind wurde erwartet: Manuel.
Auf dem Flughafen in München wartete indes eine Meute von Reportern auf ihn, sie alle wollten News von Messners Expedition und titelten tags darauf: Messners Freund hat sich alle Zehen erfroren, er kann kaum mehr laufen 🙂

klettern

Ein Jahr später, wir waren inzwischen zu viert, ging es erneut nach Nepal, zum Sechstausender Ama Dablam und dann zum Achttausender Manaslu unter der Leitung von Hans Kammerlander. Ein Drama ungeahnten Ausmaßes ereignete sich dort. Zwei Bergkameraden starben unterhalb des Gipfels. Wir alle waren anwesend und erlebten die Tragödie hautnah. Roland sollte erst 20 Jahre später wieder nach Nepal zurückkommen.
Zwischenzeitlich hatte ich mein Fernstudium als Journalistin absolviert und mich selbstständig gemacht. Aufregende Jahre folgten. Mehrere Monate in Indien brachten mich dazu, meine eigene Organisation zu gründen:Hope for a better world“ wurde aus der Taufe gehoben und unsere internationale Arbeit entwicklungspolitischer Natur begann. Wir bauten mit Spenden unsere erste Schule für behinderte Kinder in Tamil Nadu. Zahlreiche weitere Projekte in Indien folgten: Geburtenstationen, Mädchenschulen, Frauenhilfsprojekte, die Ausbildung eines armen Bubens, der heute als Lehrer arbeitet.

Die Arbeit von „hope“ weitete sich aus. Wir gingen 1995 drei Monate mit Kinder und Kegel nach Brasilien, Roland weilte bereits in Equador und bestieg dort einige Berge, und fuhr anschließend mit dem Boot nach Manaos. Schlussendlich trafen wir uns in Salvador de Bahia. wo wir in Barreiras Straßenkinderprojekte betreuten. Dann ging es weiter quer durch Brasilien bis nach Petropolis, wo wir uns mit Waldemar und Leonardo Boff trafen, zwei Befreiungstheologen, die ebenfalls interessante Straßenkinderprojekte am Laufen hielten. Ich schrieb mir die Finger wund und veröffentlichte daheim einige Artikel darüber.

Ich arbeitete nun als Reporterin und meine Reisen führten mich weiter nach Rumänien, Moldawien, immer wieder Indien und schließlich in den Libanon, wo ich eine Reportage über die Blauhelme schrieb. Kurztrips in die Türkei, nach Tunesien, Ägypten etc. mit Sohn und Freundin standen des Weiteren an. Roland absolvierte sein Examen als Kletterlehrer, betreute Kinder und Jugendliche und begab sich weiterhin weltweit auf Klettertouren: Kroatien, Griechenland, Frankreich, Thailand, Sizilien, Asien, Amerika. Er organisierte mehrere Expeditionen nach Alaska zum Mt. Mc Kinley und arbeitete immer wieder in Italien als LKW- Fahrer und als Kletterlehrer. Einen Sommer lang war er mit unseren Kindern allein in den USA unterwegs und kletterte im Yosemite und in Joshua tree.

Meine ersten Bücher kamen auf den Markt. Menschen erzählten mir ihre Schicksale. So entstanden „Über den Schatten springen„, dann „Dolores, die Geschichte meiner Schwester – Ein Leben zwischen Liebe, Drogen und Tod„, „Verkaufte Liebe – Tagebuch einer Prostituierten„, und „Einmal noch ans Meer – mein Leben mit Mukoviszidose„.
Meine Arbeit als Chefredakteurin einer Bezirkszeitung und als Redakteurin einer Lokalzeitung nahm mich voll in Anspruch. Interviews mit z. Teil berühmten Persönlichkeiten wie etwa Monika Hauser, sie hat den alternativen Friedensnobelpreis erhalten, dem Dalai Lama, Karlheinz Böhm, doch auch Stars wie Peter Maffay, dem Begründer von Attac sowie zahlreichen weiteren Menschen, die sich für Frieden und Gerechtigkeit einsetzen, gehörten immer zu meinem fixen Programm.

Und wir reisten erneut mit und ohne Kinder. Unsere Enkel Jana und Nikolas waren nun geboren und reisten mit.

Wir machten uns mit unseren Gastbetrieben selbstständig. Roland versuchte sich erfolgreich als Koch, ich führte die Geschäfte und wir beschäftigten insgesamt 20 MitarbeiterInnen in den verschiedenen Lokalen, darunter ein Bergrestaurant und ein Schwimmbadrestaurant. In den Pausen reisten wir nun vermehrt nach Asien: Burma, Kambodscha, Vietnam, Thailand, Malaysia, Borneo, Laos. Es folgten weitere Expeditionen nach Nepal mit Trekking rund um den Everest und Besteigung des Sechstausenders Mera Peak. Zwischenzeitlich hatten wir Afrika entdeckt. Kenia, Tansania und Zanzibar. Die Tiere in der Serengeti und der Massai Mara hatten es uns ebenso angetan. Und der Kilimandscharo, auf dessen Gipfel wir schließlich vor einigen Jahren standen.

Unsere Familie hatte endlich auch wieder einen Hund, Cora, die wir innig lieben und die uns in Europa auf unseren Reisen stets begleitete, doch aber bei Flugreisen daheim bei Freunden blieb. Meine Projekte führten mich inzwischen nach Äthiopien, wo wir zur Zeit Mikrokredite für Frauen organisieren und den Häuserbau für Witwen und Alleinstehende vorantreiben. Mein siebtes BuchWahnsinn Leben“ kam auf den Markt.

bormeo

Unser „Boonya Resort“ in Thailand

Irgendwann war es soweit: Wir waren „reif“ für die Insel. Eine schöne Insel sollte es sein. Ein angenehmes Klima sollte sie haben, viel Strand, Sonne und Meer, ein paar Felsen durften auch nicht fehlen, damit Roland seine Kletterträume weiterhin frönen konnte, und zudem wünschten wir beide uns friedliche und angenehme Menschen ringsum. Und was ganz wichtig war: Wir wollten dort nicht nur in den Tag hineinträumen, sondern konkret etwas unternehmen. Ein paar Monate Vorbereitungszeit waren nötig, dann klappte das Unterfangen ohne größere Zwischenfälle. Da wir vorhatten, etwas länger zu bleiben, kam auch Cora, unsere Mischlingshündin mit nach Koh Chang und so waren wir startklar für unser „Rentnerabenteuer.“ Wir beide sind über 50, insofern ist es in Thailand um einiges leichter, ein kleines Business aufzubauen. Im „Boonya Resort“ haben wir nun das ideale Betätigungsfeld für unsere Ideen gefunden.

In der Mitte der Insel in Klong Prao gelegen, kann man von unserem Resort aus in wenigen Minuten den Strand erreichen, doch auch sonst alle Aktivitäten, die diese wunderschöne Insel im Südosten von Bangkok zu bieten hat. Koh Chang ist rund 60 Kilometer lang und 5-6 Kilometer breit. Die Insel ist nur an den Küsten besiedelt und innen gibt es nichts als Dschungel. Das hat uns beflügelt. Wir wünschten uns ein Betätigungsfeld, das touristisch noch nicht total erschlossen ist und vor allen Dinge etwas Ruhe und Gelassenheit.

Wir unsererseits legen großen Wert darauf, unseren Gästen ein Rundumpaket anzubieten. So können wir die Hin und Rückreise nach Koh Chang und Bangkok organisieren, doch aber auch Boots-Tagestouren rund um die Inseln, Elefantentrekking, Dschungeltrekking, Tauchkurse, Schnorchelexkursionen, Motor-Drachenfliegen, eine Rundum-Inseltour und Mehrtagesreisen nach Kambodscha und direkt nach Siam Riep zum Weltkulturerbe Angkor Watt. Auch Reisen innerhalb Thailand sind möglich.

Christine – Roland, Koh Chang

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Bildquellen

  • Alle Fotos: Roland und Christine Losso

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