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Mit diesen 15 Tipps machst du die besten Reisefotos
Die besten Tipps für tolle Reisefotos

Mit diesen 15 Tipps machst du die besten Reisefotos

Ich kenne keinen einzigen Backpacker oder Reisenden, der ohne Fotoapparat oder zumindest einem Smartphone mit eingebauter Kamera reist. Wir möchten ja unsere Erlebnisse in Bilder festhalten um sie Freunden zu zeigen oder uns später daran erfreuen zu können. Viele knipsen einfach drauf los und fragen sich hinterher, warum die Bilder von anderen so viel schöner geworden sind.

Mit diesen 15 Tipps holst du das beste aus deinen Reisefotos heraus!

Tipp 1: Die Kamera kennen

Dieser Tipp ist quasi eine Grundvoraussetzung für gute Fotos. Es bringt nichts, wenn du die teuerste Spiegelreflex Kamera dabei hast, dich aber nicht mit der Kamera auskennst.

Durch die Funktion „Automatik“ machst du zwar Fotos. Sie sind aber nicht mal im Ansatz das was du mit der Kamera erreichen könntest.

Lerne also rechtzeitig vor der Reise deine Kamera und deren Funktionen in unterschiedlichen Situationen kennen. Es gibt auch tolle Anleitungen die einem die Basics näher bringen: Manuell belichten mit der Digitalkamera – Buch

Oder du schaust dir auf YouTube diverse Tutorials an. Dort gibt es auch viele richtig gute Anleitungen.

Tipp 2: Polfilterung

Polfilterung ist ein einfaches, effektives Mittel um mit Spiegelungen umzugehen. Polfilter können auf vielen Kameras aufgeschraubt werden und sind auch nicht teuer in der Anschaffung.

Es ist die Anschaffung definitiv wert!

So ermöglichen Polfilter durch das Wasser „zu schauen“. Du fotografierst also bei klarem Wasser den Grund und nicht die Sonnenspiegelung.
Klasse für Aufnahmen an Seen oder am Strand.

Auch die Farben werden dadurch sättigender, da du die die Einflüsse der Sonne durch den Polfilter entfernst. Hier findest du diverse Polfilter.

Tipp 3: Das Sonnenlicht

Das Sonnenlicht ist einer der größten Faktoren, die dein finales Reisefoto bestimmen.

Lerne mit der Sonne zu arbeiten und Schatten auf deinen Wunschmotiven zu erkennen und zu beeinflussen.

Du wirst wahrscheinlich bei einigen Fotos die du gerne machen möchtest, nicht die gewünschte Sonneneinstrahlung haben. Wenn die Sonne ungünstig auf deine Linse einfällt, kann das zu unerwünschten Effekten führen. Halte dann die Hand entsprechend um die Linse vor der Sonne zu schützen oder nutze Objekte die dir Schatten geben.

Vielleicht willst du aber genau diesen Lens-Flare Effekt auf deinen Fotos haben. Auch hier heißt es dann: knipsen, ausprobieren und wieder knipsen, bis du ein Gefühl dafür bekommst wie du es richtig einsetzen kannst.

Tipp 4: Die Uhrzeit

Ein Sonnenaufgang kann wunderschöne Fotos zaubern. Das Licht taucht die Umgebung in satte Orangetöne.
Manche Wunschmotive kannst du also nur zu bestimmten Uhrzeiten verwirklichen. Daher heißt es: Wecker stellen und früh aufstehen.

Tipp 5: Stativ mitnehmen

Ein Stativ ist nicht gerade das passende Equipment für Backpacker. Meistens sind sie relativ schwer und unhandlich. Daher lassen viele lieber ein Stativ weg, anstatt es mitzunehmen. Das ist ein riesiger Fehler!

Mit einem Stativ lassen sich grandiose Reisefotos knipsen die ohne Stativ gar nicht realisierbar sind. Stichwort: Langzeitbelichtung

Damit du also tolle Nachtaufnahmen machen kannst, solltest du unbedingt ein Stativ mitnehmen. Abhilfe schafft hier das Gorillapod, welches sehr kompakt und sehr flexibel einsetzbar ist:

Tipp 6: Sei kreativ

Auf Reisen fotografiert jeder die üblichen Sightseeing Highlights. Meistens gibt es für diese Motive sogar ein perfekter Standort, von wo aus jeder das Bild macht.

*gäääähn*

So bitte nicht - Standardfotos

So bitte nicht – Standardfotos

Klar kannst du auch die bekannten Locations fotografieren, dann wende dich aber bitte ganz schnell den richtig spannenden Bildmotiven zu. Sei kreativ und knipse was das Zeug hält. Versuche Momente, Gegenstände und Situationen einzufangen die dich zum staunen bringen oder für dich fremd sind. Diese sind meistens richtig starke Reisefotos die für offene Münder sorgen.

Tipp 7: Viel hilft viel

Je mehr Bilder du von einem Motiv machst, desto höher ist die Chance, dass das perfekte Foto dabei ist! Ausserdem wirst du mit jedem gemachten Foto besser. Knipse also fröhlich drauf los und versuche ein Motiv auch mit unterschiedlichen Einstellungen aufzunehmen. Im Hostel angekommen, kannst du dann direkt die schlechten Bilder aussortieren oder gleich löschen.

Tipp 8: Regen kann schön sein

Man mag es gar nicht denken, aber Regen kann für unglaublich schöne Fotos sorgen. Warum? Da wäre einmal, der gleichmäßige Lichteinfall, wenn viele Regenwolken am Himmel sind. Dadurch wird alles einheitlich beleuchtet und es gibt keine harten Schatten.

Aber auch der Regen selbst, kann Reisefotos von z.B. Gebäuden aufpeppen, die normalerweise total langweilig wären. In Städten machen sich Pfützen super. Wenn du hier Nachts fotografierst und sich die Lichter der Großstadt in den Pfützen spiegeln, bekommst du mit Sicherheit tolle Reisefotos.

Tipp 9: Die blaue Stunde

Sobald die Sonne untergeht, packen die Touristen ihre Fotoapparate ein und verschwinden auf ihr Hotelzimmer. Das ist ein großer Fehler. Kurz nach Sonnenuntergang beginnt die „blaue Stunde“. Über der Stadt erstrahlt der Himmel in einem satten Blau, während das rötlich/gelbe Licht in der Stadt einen wunderschönen Kontrast bildet.

Versuche in der blauen Stunde ein paar tolle Reisefotos zu knipsen! Du wirst es nicht bereuen.

Tipp 10: Die Bildqualität

Nichts ist ärgerlicher, als wenn du später merkst, dass du die Bilder in einer zu kleinen Auflösung geknipst hast. Kontrolliere also die Bildqualität der Fotos und das Dateiformat in denen die Fotos abgespeichert werden sollen.

Ich empfehle dir, nicht wegen dem geringen Speicherplatz ein komprimiertes Format einzustellen. Dadurch bekommst du zwar mehr Fotos auf die SD Karte, hast aber nachher nicht viel Spielraum um das Bild zu nutzen. Stelle also am besten das RAW Format und/oder das größte JPG Format ein.

Kauf dir lieber größere SD Karten und nimm 2-3 extra SD Karten mit auf deine Reise.

Hier findest du SD Karten.

Tipp 11: Das fokussieren

Es ist verdammt ärgerlich, wenn man zu Hause die Fotos durchschaut und merkt, dass ein Foto nicht scharf ist. Nutze den „Spot-Autofokus“ um diesem Problem vorzubeugen. Dadurch stellt sich das Motiv immer auf die Mitte scharf. Wenn du nun mit halb gedrückter Auslöser-Taste ein Objekt scharf stellst und danach den Bildausschnitt änderst, bleibt dieses Objekt scharf.

Mit dieser Technik kannst du auch bewegt Objekte scharf einfangen. Am besten du testest das mal mit vorbeifahrenden Autos.

Tipp 12: Bildausschnitt

Wenn du die Fotos hinterher noch zuschneiden möchtest um den besten Bildausschnitt deiner Reisefotos zu erreichen, solltest du beim fotografieren genügend Spielraum um dein Motiv lassen.

Nimm also etwas Abstand, dann hast du später auch genügend Platz um das Bild perfekt zuzuschneiden.

Tipp 13: Menschen!

Es ist etwas gewöhnungsbedürftig wenn man anfängt und Menschen fotografiert. Du solltest dich aber unbedingt daran gewöhnen, denn Menschen sind mit das Interessanteste, was man auf Reisen fotografieren kann. Diese Bildmotive sind natürlich nicht so leicht zu machen.

Alleine den Mut zu haben, die Menschen zu fragen ob du ein Foto machen kannst, ist nicht so leicht. Du wirst aber merken, dass die meisten damit kein Problem haben. Wenn du etwas souveräner vorgehst, kommst du so auch mit sehr Interessanten Menschen in Kontakt, die dir vielleicht einiges zu erzählen haben.

Tipp 14: Reinigung der Kamera

Beim Reisen ist es oft feucht, schmutzig oder staubig. Das macht sich auch bei deiner Kamera bemerkbar. Wenn du die Kamera überall mit dabei hast, kann es schnell vorkommen, dass sich ein Staubpartikel auf dem Objektiv festsetzt. Das merkst du aber vielleicht erst wieder, wenn du die Bilder am Computer durchgehst.

Plötzlich hast du bei allen Bildern eines Tages überall diesen einen störenden Punkt abgebildet.

Das ist super ärgerlich!

Daher nimmst du am besten Putztücher für das Objektiv mit, mit denen du regelmäßig das Glas von Schmutz befreist.

Tipp 15: Die Bildbearbeitung

Last but not least – die Bildbearbeitung.

Die Bildbearbeitung gibt einem Foto den letzten Feinschliff. Egal ob Farbkorrekturen, Kontrasterhöhung, Optimierung der Belichtungszeit bei RAW Fotos oder das zuschneiden von Fotos – die Bildbearbeitung macht das Bild erst perfekt.

Ich selbst nutze dafür das Programm Lightroom von Adobe: Hier kannst du dir Lightroom bestellen.

Auch wenn es mit ca. 118€ Anschaffungskosten nicht gerade günstig ist, es ist definitiv sein Geld wert!

BONUS TIPP: Für alle, die sich die Anschaffungskosten für Lightroom sparen möchten, gibt es auch eine kostenlose OpenSource Alternative. Das Programm LightZone. http://lightzoneproject.org/

Bist du selbst ein toller Reisefotograf und hast noch weitere Tipps für andere Weltreisende? Schreibe deine Erfahrungen in die Kommentare.

SO – UND JETZT?

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Diese super geile Kompaktkamera nutze ich selbst:

Zum Test: Sony Cyber-shot DSC-RX100 Mark III Test

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Über Simon

Hallo, ich bin Simon. Ich bin digitaler Nomade und reise um die Welt während ich meinen Lebensunterhalt verdiene und euch an meinen Erfahrungen teilhaben lasse. Folge mir auf Facebook, Instagram, Google+ und Twitter. Mehr Informationen über mich findest du hier.

4 Kommentare

  1. Hallo Simon,

    danke für den Artikel! Ich habe selbst gerade darüber geschrieben und doch noch Tipps gefunden, die ich nicht mit aufgelistet habe. Für mich ist der größte Fehler den die Meisten begehen der, das sie sich nicht bewegen. Wie oft sehe ich Bilder von Freunden und Bekannten die an den spannendsten Orten sind, aber es nicht schaffen schöne Motive richtig im Bild festzuhalten. Einfach weil sie nur abdrücken, da wo sie sich grad befinden. Weil sie nicht in die Knie gehen, keine Schritt nach rechts oder links machen oder auch mal die Kamera nach oben heben. Dabei macht es so viel aus, die Position zum Motiv zu verändern. Eine Kleinigkeit mit großer Wirkung, doch sie verharen starr in ihrer Position und knipsen einfach drauf los und das Ergebnis zerstört das schönste Motiv. Ein Laternenmast der aus dem Kopf wächst, fehlende Spannung im Bild oder gar Plastikstühle, Flaschen und Müll im Bild. Wenn man allein darauf achtet, kann man so viel bessere Fotos machen. Aber Dir muss ich das ja nicht sagen;)

    Sonnige Grüße Marlene

    • Danke Marlene für deine Hinweise. Du hast vollkommen recht. Diese „kleinigkeiten“ können letztendlich ein Foto zum guten oder zum schlechten machen. Viele Reisende haben so viele Eindrücke um sich herum, dass sie dann beim Foto machen gar nicht mehr richtig acht geben. Manch andere haben auch einfach nicht „das Auge“ dafür. Das ganze lässt sich aber zum Glück trainieren. 🙂

      Beste Grüße Simon

  2. hallo Simon, ich habe eine Frage zur Kamera: bisher schleppe ich immer noch meine Spiegelreflex mit mir herum aber sie wird mir einfach zu schwer! Daher überlege ich auf eine (nicht zu teure) spiegellose Kamera umzusteigen mit der ich aber die gleichen Gestaltungsmöglichkeiten habe wie bei der Spiegelreflex (am besten Vollformat). Hast Du da einen Tipp? Danke 🙂

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