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Ab auf die Insel – Palawan in der Nebensaison

Ab auf die Insel – Palawan in der Nebensaison

Die Philippinen bestehen aus mehr als 7000 unterschiedliche Inseln. Die Auswahl für meinen Aufenthalt fiel verdammt schwer!
Für welche Insel ich mich entschieden hatte und warum Gott ähnliche Begegnungen hier keine Seltenheit sind, verrate ich dir hier.

Hässliche Prinzessin

Mit einer kleinen Inlandsmaschine flog ich auf die Insel „Palawan“ im Westen der Philippinen.

Mein Plan war, im Ankunftsort Puerto Princesa zwei Nächte zu verweilen um anschließend Richtung El Nido aufzubrechen und von dort zu einem entlegenen Fischerdorf zu gelangen.

Puerto Princesa ist kein spektakulärer Ort und wer nicht gerade auf Durchreise ist und dort etwas länger verweilen sollte, hat an dieser Stelle mein Beileid verdient.
Natürlich ist für mich jeder fremde Ort erst einmal interessant. Aus der Stadt Manila kommend, empfand ich die kleinen, schmucken Brettverschläge als Genugtuung für meine Augen und mein Befinden. Endlich mal einen Gang zurück schalten! Aber unter dem Strich betrachtet, gab es dort, ausser leckerem, fangfrischen Fisch, wenig zu unternehmen. Im Stadtzentrum gab es zwar die herkömmlichen Fress- und Konsumbuden und hier und da tönte nachts Rihanna & Co. durch die Türen einiger Discobars. Es war aber nicht so, dass man hier etwas erleben konnte, was es nicht auch sonst überall zu finden gibt. Aber das Essen war lecker! Sehr lecker. 🙂 Auf Palmblättern servierter gegrillter Fisch und Tintenfisch mit Reis:

gegrillter Fisch

Oder ein gemischter Teller mit Seafood, BBQ Spieße und allerlei Gemüse:

Essen

Mein persönliches Highlight war aber ein Arztbesuch, bei dem ich mir Ohrentropfen verschreiben lies.

Nein…. ganz so schlimm war es nicht.
Aber ein bisschen nörgeln darf hin und wieder auch mal sein. 😉

Der trostlose Anblick des Beachwalks bei Nacht. Wie es aussah hatte er seine beste Zeit schon lange hinter sich:

Puerto Princesa - Beachwalk bei Nacht

Die Hand Gottes…. oder so

Auffallend für die Philippinen ist die exorbitant große Präsenz von Kirchen. Selbst im entlegensten Dorf mit weniger als 200 Einwohner findet man Raum zum Beten und Singen. Die meisten Kirchen müssen sich in ihrer Pracht auch nicht vor den westlichen Kirchen verstecken. Ganz im Gegenteil! Die Architektur, Farbgebung und Detailliebe steht diesen in nichts nach und wertet sie durch den karibischen Einfluss noch auf. Aber komisch ist mal wieder, dass für die Kirche so viel Geld, Arbeit und Aufwand investiert wird während die Besucher selbst in notdürftigen Brettverschlägen hausen müssen. Sollte es nicht gerade umgekehrt sein?

Kirche in Puerto Princesa

Bei dieser religiösen Dominanz und geballter Gläubigkeit scheint dann auch Gott selbst hin und wieder mal vorbeischauen zu wollen.
Jedenfalls könnte man das als gläubiger Mensch so deuten:

Sonne durchbricht Himmel

Ich, als überzeugter „Nicht-Gläubiger“ sehe darin ein wundervolles Schauspiel der Natur, welches den hässlichen Beachwalk wieder überraschend an Attraktivität gewinnen lässt. 🙂

Stranded – Allein unter Palmen

Nach einer längeren Busfahrt über Stock, Stein und Schlaglöcher war ich im Nord-Osten von Palawan angelangt.

Palawan Urwald

Das entlegene Fischerdorf hatte zwei Übernachtungsmöglichkeiten, wobei meine Unterkunft die einzige ernstzunehmende war. Die professionelle Aufmachung, samt Welcome-Drink und umfangreicher Menükarte zeigt, dass sich hier Profis aus dem Hotelbereich niedergelassen hatten.

Meine Unterkunft hatte einen sensationellen Meerblick und ich kam mir etwas vor wie Robinson Crusoe. Es waren sonst keine weiteren Gäste in der Bungalow Anlage. Sehr angenehm und entspannend.

meine Hut / Bungalow

Von hier aus konnte man Schnorcheltouren unternehmen oder ein Kayak mieten, mit dem man die Insel vom Wasser aus erkunden konnte.
Ich entschied mich für letzteres und begann, einen kleinen Fluss zu suchen, der vom Meer aus durch die Mangrovenwälder in die Insel führen sollte.
Leider konnte ich den Fluss nicht finden. Zu dicht und unübersichtlich waren die Mangroven am Wasser.

So genoss ich die Einsamkeit und betrachtete die wunderschöne, sattgrüne Insel vom Wasser aus.

Da aktuell Regenzeit auf den Philippinen ist, wurde ich immer mal wieder von mächtigen Schauern überrascht. Für eine Abkühlung war also gesorgt und das Kayak fahren wurde zu einem ganz besonderen Erlebnis, wenn um einen herum die Regentropfen auf das Wasser prasseln.

SO – UND JETZT?

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Auch in Thailand habe ich die Beine baumeln lassen.

Lies meinen Reisebericht über die tolle, ruhige Insel „Koh Phayam“ im Süden Thailands: Koh Phayam – Thailand vor 10 Jahren

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4 Kommentare

  1. Hi, Simon super Beschreibung über Palawan !
    Palawan ist in der Hauptsaison sowie in der Nebensaison eine Reise wert. Palawan ist für mich eine oder sogar die schönste Insel der Philippinen.Habe schon sehr früh im Alter mit 18 Jahren die Liebe für die Philippinen entdeckt und gefunden,da ich damals zur See fuhr auf großer Fahrt.Ich hatte die Gelegenheit des öfteren dort für längere Aufenthalte und konnte mich so über die philippinische Kultur und deren Menschen mich erkundigen.Seit dieser Zeit habe ich unzählige Aufenthalte und Reisen in den Phils gehabt.Auf der Suche nach einem Platz ( Ort ) zum leben war für mich persönlich Palawan der geeigneteste von allen von mir bereisten Inseln der Philippinen und das waren viele !. Und so bin ich ( wir ) auf Binalabag Island gestrandet,diese Insel liegt in der Calamian Group weit ab von sämtlichen Touristenströme auf Palawan. Von Coron benötigt man 3 bis 4 Bangka Stunden,von El Nido so um die 4 bis 5 Stunden.Der kürzeste Weg die Insel Binalabag zu erreichen ist von Linapacan aus,da dauert es so ungefähr 45 Minuten je nach Wetterlage.Die Insel Binalabag ist eine Ideale Insel für Robinsonaden,Island Hopping,da rund um Binalabag Island es viele kleine und grössere Inseln zu erkunden gibt.Das Hausriff des Loco Loco Beaches läd zum Schnorcheln ein und ist zugleich eine Kinderstube der verschiedenen Haiarten und die Junghaie kommen mitunter bis zum Strand ! Das Loco Loco Beach ist kein Resort,sondern eine private Strand – Anlage die auf Nachfrage Übernachtungsmöglichkeiten bieten kann.Aber es ist nichts für verwöhnte Touristen die ihren Luxus brauchen !
    http://www.philippinen-reisen.com/amain/index.php/inseln/binalabag
    Grüße von Palawanhotte

  2. Klasse! Da würd ich auch mal gerne nen Kayak mieten und einfach mal so auf dem Wasser bummeln.

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