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Bangkok – Die ersten Schritte durch die Metropole
erste Schritte durch Bangkok

Bangkok – Die ersten Schritte durch die Metropole

Meine ersten Schritte durch Bangkok sollten abseits der bekannten Routen ablaufen. Der Fluss Chao Phraya lockte mich an. Vielleicht auch, weil man dort das Gefühl hat, einen Überblick über die Stadt zu bekommen.

Das erreichen des Flusses war eine ganz schön trickreiche Angelegenheit. Meine Begleitung und ich liefen eine Weile, bevor wir einen kleinen Durchgang unter einem Holzverschlag erspähten. Eine ältere Thailänderin war gerade dabei die Türe zu verschließen, da erlaubte sie uns noch den Durchgang zu nutzen, sodass wir zum Fluss gelangen konnten.

Dort angekommen glitt uns eine feine Brise über die Haut. Der Fluss, streckte seine Arme in die tiefen Bangkoks und nur ein paar wenige Schiffe verdrängten das Wasser zu ihren Seiten.
Dominiert wurde der Ausblick durch die mächtigen Brücken, welche sich majestätisch über den Fluss spannten.

Fluss - Chao Phraya

Fluss – Chao Phraya

Wir machten uns auf, die andere Seite des Flusses zu erkunden. Das überqueren der Brücke stellte keine Probleme dar und der abgegrenzte Bürgersteig schützte uns auch von den gewöhnungsbedürftigen Verkehrsverhältnissen in Bangkok.

Die andere Seite hob sich deutlich von unserer bekannten Flusseite ab. Sie war schon fast trostlos und ausser ein paar Hunde, verdreckte Nebenstraßen und ganz wenigen Menschengruppen, gab es dort erst einmal nichts zu sehen.

Wir liefen noch eine Sackgasse entlang, wo eine Familie den Feierabend einläutete. Der kleine thailändische Junge empfand großen Gefallen an unserem Auftritt. Seine Augen leuchteten, er winkte und warf uns Küsse entgegen. Unsere freudige Reaktion löste auch bei der Mutter Freude aus und sie grinste über beide Ohren. Schön wenn man sich so gut versteht…. ganz ohne Worte.

Kurz darauf machten wir uns auf den Rückweg um unsere Tour auf der anderen Seite fortzusetzen.

Vorbereitungen auf die Geburtstagssause.

Der König hat in wenigen Tagen Geburtstag. Aus diesem Grund bereiten die Thais schon fleissig die Festlichkeiten für die Feier vor. Überall werden Lichterketten angebracht und gelbe Banderolen befestigt.

City Pillar Schrein

City Pillar Schrein

In dem ganzen Trubel kommt es so vor, als würden wir als Farang (Ausländer mit weisser Hautfarbe) gar nicht wirklich auffallen.

Die Farbe Gelb war plötzlich überall zu finden. Nicht zuletzt bei den Thais selbst, war sie doch die Farbe „des Königs“ und symbolisierte die Loyalität gegenüber ihm.
Bhumibol Adulyadej, der König von Thailand ist das derzeit am längsten amtierende Staatsoberhaupt der Welt und hat schon einige interessante Erlebnisse hinter sich. Auf Wikipedia findet man dazu eine schöne Zusammenfassung: Bhumibol Adulyadej

Die gelben Klamotten machen auch vor den Touristen nicht halt. So kommt es schon öfters mal vor, dass treue Anhänger des Königs den Touristen nahe legen, selbst auch gelbe Klamotten zu tragen.

Die Qual der Wahl

Ein paar Straßenzüge weiter stachen uns diverse Gerüche der Garküchen entgegen. Vor uns breitete sich ein Sammelsurium der lokalen Köstlichkeiten aus und wir taten uns schwer zu entscheiden welchem unserer Sinne wir als erstes nachgehen sollten.

So weit entfernt, von touristisch erschlossenen Gebieten, waren auch die Schilder nicht mehr zweisprachig beschriftet. Wir konnten zwar die Preise in Baht lesen, zu welchem Gericht diese aber gehörten, wussten wir nicht.

Garküche in Bangkok

Garküche in Bangkok

Auch war es nicht immer so einfach zu erkennen, was der jeweilige Stand anzubieten hatte.
Also erst einmal in ein sicheres, uns bekanntes Umfeld: 7 Eleven. 🙂
Rein in den Wir-haben-alles-Laden und zum Kühlabteil, wo wir uns mit etwas Wasser eindeckten.

Mittlerweile hatten wir uns für einen Stand entschieden. Die Kommunikation lief etwas zäh ab. So dauerte es etwas, bis klar wurde, welches Gericht auf unserem Teller landen sollte.

Ich weiß bis heute nicht was ich da gegessen hatte. 🙂 Ich vermute aber, es war Algengemüse mit Schweinefleisch auf Reis.

Flohmarkt auf Thai

Nicht weit entfernt machten sich zig Thailänder mit kleinen Deckchen auf dem Boden breit. Es war ein inoffizieller Flohmarkt, der da am Wegesrand zu bewundern war. Es reihten sich Smartphones an handgemachte Ketten und alte Spielzeug-Action-Figuren an kleine Metallanhänger. Manche schienen deutlich geschäftstüchtiger als andere zu sein. Sie hatten nicht nur ein umfassenderes Sortiment sondern platzierten die Produkte mit hoher Professionalität, um sie den Interessierten schmackhaft zu machen.
Andere hatten überraschend wenig zu bieten. Auf einem Tuch, kleiner als die Sitzfläche eines Stuhls, lagen gerade einmal eine Handvoll Gebrauchtwaren.
Wie sie damit wohl ihr Leben finanzieren können?

Hoch hinaus – Hangover und Konsorten

Richtig populär wurden die Skybars in Bangkok durch den Film Hangover. Die dort gezeigte Skybar war hoch oben auf dem Lebua Hotel. Die Bar nennt sich „Scirocco“.

Wenn du vorhast die Bar zu besuchen musst du ein paar Kleidervorschriften beachten! Ansonsten kommst du nicht in die Bar:

  • geschlossene Schuhe
  • lange Hose
  • langärmeliges Oberteil (bei Frauen wohl nicht nötig)

Uns sollte es an diesem Tag aber nicht in die bekannte Location ziehen sondern zu einer anderen Skybar. Die „Moonbar“ im Banyan Tree Hotel.

Der Weg dorthin war nicht so leicht wie gedacht. In Downtown Bangkok entschieden wir uns, zu Fuss zur Skybar zu laufen. Hoch motiviert stiegen wir aus dem Boot, welches uns zügig „in die Nähe“ des Hotels bringen sollte.
Bei den ersten Meter auf Land war an uns noch ein freudiges Lächeln zu erkennen. Bald verblasste es und gleichzeitig machten sich Sorgen breit, ob wir die extrem schlechte Luft überleben werden.
Von Luft kann da eigentlich schon gar keine Rede mehr sein!
Um sich vorzustellen wie es dort um unser lebenserhaltendes Produkt Sauerstoff stand, kann man sich ja einfach mal hinter den Auspuff eines Mofas setzen und tief einatmen.
Da kommt Freude auf 🙂

Über uns residierte die Skytrain. Wie eine Schlange wandte sie sich um die Hochhäuser der Stadt. Aus grauem Beton, dem Ruß der Abgase bestens gewappnet, lud sie uns ein, ein paar Meter näher an unser Ziel zu kommen.
Wir mussten unsere Gedanken nicht einmal aussprechen, schon wussten wir, dass das wohl die beste Option für uns ist.
Vorbei an China Town ging es die Treppen rauf zur Skytrain. Schnell ein Ticket beim Schalter gelöst und schon quetschten wir uns in die restlos überfüllte Bahn.

*tief durchatmen*

Kurz vor dem Ziel

Die letzten drei Kilometer mussten wir dann doch noch laufen.
Als wir im Banyan Tree Hotel ankamen stieg unsere Vorfreude ins unermessliche. Noch ein paar Meter bis zum Aufzug und schon sollten wir hoch über Bangkok sein.
Im Lift drückten wir den Knopf zum 64sten Stockwerk. Ohne jegliche Vibration oder störende Geräusche flimmerten die Zahlen der Stockwerke auf dem Display an uns vorbei.
Es kam einem vor als würde man sich nicht von der Stelle bewegen. Einzig die Ohren waren es, die mir zu spüren gaben, dass wir gerade einiges an Höhe gewinnen.

Die Ernüchterung

Oben angekommen stellten wir fest, dass das Personal hinter sich die Türen schloss. Es hieß, dass die Moonbar geschlossen wird, da ein Unwetter ansteht.
Enttäuschung machte sich breit. Soll es das gewesen sein? Die ganzen Strapazen umsont?

Das Personal beruhigte uns.

Moonbar closed. Come other bar. One floor down. ……. Follow meeee

Also ging es einen Stock tiefer, in einer alternative Bar. Der Kellner sprintete uns voraus und als wir die Türe öffneten und in das freie gelangten, strahlte vor uns ein Baum in seiner vollen Pracht entgegen! Im wahrsten Sinne des Wortes. Der Baum war mit zig kleinen Lichtern behangen und verzauberte so die Umgebung, wie auch die Blicke die er auf sich zog.

Banyan Tree Hotel

Banyan Tree Hotel

Wir hatten es geschafft! Der Ausblick von hier oben war atemberaubend und ich kann nur jedem Bangkok Besucher empfehlen, einmal zu einer Skybar zu gehen.
Am besten lasse ich die Bilder für sich sprechen:

SO – UND JETZT?

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Bangkok ist eine großartige Stadt mit enorm vielen Möglichkeiten!

Welche Dinge du dort unbedingt mal machen musst kannst du hier lesen: 10 Dinge die man in Bangkok unbedingt machen muss

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