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Blockromantik

Blockromantik

Ich habe in Manila für zwei Wochen eine Wohnung bezogen. Mitten unter Locals und abseits jeglicher touristischen Attraktionen. Nur pures Leben! Als Teilhaber und Beobachter sammelte ich zig tausend neue Eindrücke von den Bewohner meines Hochhauses. In diesem Artikel erfährst du in Wort und Bild wie sich das philippinische Leben hier anfühlt.

Mein Block

Kennst du noch den Song „Mein Block“ von Sido? So in etwa kannst du dir meine Wohnsituation vorstellen. Fernab von Glanz, Glamour und touristisch bedingte, vorgetäuschte Schönheit. Das Leben zeichnet sich an den Wänden wieder, die abgeblätterte Farbe malt ein Bild auf den Beton, während die abgenutzten Aufzugknöpfe unzählbare Berührungen über sich ergehen ließen, bevor einige ihre Beleuchtung aufgeben mussten.

Für manche mag dieser Anblick abschreckend wirken.
Ich aber mochte schon immer die Ehrlichkeit des Verfalls.
Das Unvollkommene, die raue Realität.
Mir gefällt der abgenutzte Zustand dieses philippinischen Betonklotzes um einiges besser als die glattgeleckten Reihenhäuser mit perfekt getrimmtem, englischen Rasen. Häuser in abgesperrten Randgebieten samt einer meterhohen Mauer, damit man ja nicht mit den „Armen“ in Berührung zu kommt, geschweige denn sie sehen muss.

Mir gefällt dieser Klotz auch besser als die makellosen Einfamilienhäuser in Europa, hinter deren Kulisse es dann doch nicht so rosig aussieht und die Leichen im Keller liegen.

Dann lieber ehrlich! Sehen was man hat! Oder eben nicht hat. Und trotz allem wird man hier von jedem gegrüßt, angelächelt und mit offenen Armen aufgenommen.

In meiner alten Heimat kannte ich nicht einmal meinen Nachbar in Düsseldorf. Wenn ich ihn kannte, dann nur von dem aggressiven Klopfen an meiner Wohnungstür am Tag meines Einzugs. Er hatte gerade Mittagsschlaf gemacht und empfand das Bohren an den Wänden als Lärmbelästigung.

In diesem Zusammenhang darf ich dann auch gerne mal „Fuck you“ sagen!

Dieses Hochhaus erzählt zahlreiche Geschichten und dient vielen Menschen als Lebensmittelpunkt. Hier wird gestritten, geliebt, gehasst, um sich gesorgt, gezeugt, gestorben.

Man könnte ohne weiteres mehrere Wochen in diesem Komplex verbringen
ohne ihn verlassen zu müssen. Dafür sorgen verschiedene kleine Läden, ein Friseur und ein kleiner Supermarkt mit den Dingen für den täglichen Bedarf.

Auch ein familiengeführtes Restaurant gibt es und ein täglich wechselndes Menü aus philippinischen Gerichten sorgt für Abwechslung bei den hungrigen Mägen.

Liebevolle Gerichte, wie von Mutti – einer philippinischen Mutti. So stelle ich mir das jedenfalls vor. 🙂

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Dieses Gebäude wurde sicherlich einmal dafür gebaut, um die wachsende Mittelschicht in Manila mit einer ansehnlichen Unterkunft zu versehen. Mit Features wurde nicht gegeizt. Der große Swimming Pool samt Wasserrutsche und einem etwas kleineren Pool lassen Bände sprechen. Mittlerweile wurde aber das meiste dem Zerfall überlassen.

Wie sich das Leben hier anfühlt?

Kurz und bündig: unkompliziert und warm.

Trotz des kalten und verbrauchten Eindrucks des Gebäudes sind die Bewohner offenherzig und kommunikationsfreudig. Es scheint, als würde, wenn es darauf ankommt, jeder jedem helfen.

Die Menschen gehen auf dich zu und die ein oder andere Einladung, gepaart mit der Frage, wann ich den wieder komme, ist auch keine Seltenheit.
Der Besitzer des Fitnessstudios hat schon von einer Tour auf eine Insel geschwärmt. Er kenne dort viele Leute und ich solle mir keine Sorge wegen der Unterkunft machen. Sonne, Strand, Partys und coole Leute warten quasi schon auf uns.

Na dann! 🙂

Ich werde sicherlich bald wieder auf die Philippinen kommen!

SO – UND JETZT?

Weiterlesen

Bevor ich hier eingezogen bin, war ich auf der wundervollen Insel: Palawan.

Entspannen, Auszeit, Erholung, Urlaub …. einfach mal die Beine baumeln lassen:
Ab auf die Insel – Palawan in der Nebensaison

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Über Simon

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2 Kommentare

  1. Hallo Simon

    Toller Bericht 🙂 Mich würde noch interessieren wie du zu dieser Wohnung gekommen bist. Für zwei Wochen existierte wohl kaum ein Mietvertrag oder.? Kaution?
    Wie viel hast du für die zwei Wochen ungefähr bezahlt?

    • Hey Marco.
      Ich habe umgerechnet ca. 14€ pro Tag für die Wohnung gezahlt. Inklusiv: Strom, Wasser, Internet, Küche, Waschmaschine, Gas etc.
      Es gibt mehrere Möglichkeiten, um an lokale Wohnungen zu kommen.

      Das mit dem Mietvertrag läuft hier eigtl. alles recht unkompliziert ab. Es gibt eben einen Standardvertrag, der
      ausgefüllt wird, die Kaution wird hinterlegt und fertig. Auch für wenige Wochen lassen sich hier Wohnungen finden.
      Viele Wohnungsbesitzer haben z.B. eine Wohnung schon länger ausgeschrieben und sind froh, wenn dann jemand kommt der wenigstens einen Teil der laufenden Kosten durch die Miete bezahlt.
      In Asien sind die möblierten Mietwohnungen für Kurzzeitaufenthalte auch viel öfters anzutreffen als in Deutschland.

      Finden kannst du diese Wohnungen über lokale Kleinanzeigen und Immobilienwebseiten der Region.
      Um dir ein paar Suchbegriffe für Google zur Hand zu geben….
      „*Städtename* + condo, shortterm, rental, condominium, rent, furnished appartment“
      Sollte Google keine lokalen Seiten ausspucken, musst du Google auf die entsprechende Region einstellen.
      Wenn das auch nicht funktioniert, kannst du einen VPN Client nutzen damit du dich „digital“ in deiner Wunschstadt befindest.
      Was ein VPN Client ist, erfährst du hier: VPN Client

      Solltest du dich vor Ort befinden, wird alles noch ein bisschen leichter. Du kannst dir im Internet, oder durch einen kleinen Spaziergang, verschiedene Condos raussuchen und
      direkt vor Ort am schwarzen Brett leerstehende Appartments ausmachen. Dann einfach anrufen. 🙂
      Für Privatunterkünfte ist natürlich auch noch Airbnb zu empfehlen.
      Und wenn du ein paar Leute vor Ort kennst, kommst du so vielleicht auch an eine möblierte Wohnung für einen Kurzaufenthalt. Oft kennt jemand wen, der jemand kennt, der wen kennt …. etc. pp. 😀

      Hoffe dir geholfen zu haben 🙂

      Beste Grüße

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