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Das Leben der anderen
das Leben der anderen

Das Leben der anderen

Viele Menschen kennen die Situation einer emotionalen Leere. Das Gefühl, man
lebt nicht das Leben, welches man leben möchte. Das Gefühl: nur eine Marionette zu sein.
Die meisten Menschen lenken sich ab und verdrängen diese unangenehmen Selbsterkenntnisse schnell wieder.

Sie leben weiter ein Leben der anderen.

Warum, erfährst du in diesem Artikel!

Inhalt des Artikels:

das Leben

Das Leben – was ist das?

Auf die absoluten Basiswerte beschränkt ist unser Leben nicht mehr als die menschliche Rasse am Leben zu halten. Das bedeutet: Fortpflanzung und alles was für die Fortpflanzung benötigt wird: die Grundbedürfnisse des menschlichen Organismus.

Mehr ist das Leben erst einmal nicht.

Wäre da nicht unser Gehirn. Ein hochkomplexes Konstrukt mit der Fähigkeit, dass wir uns selbst wahrnehmen können.
Bis hier hin wäre alles wunderbar, doch damit fängt das Schlamassel an. 😉
Wir möchten uns plötzlich selbst verwirklichen, mehr als die anderen besitzen, unseren Kopf durchsetzen, oder das Leben in freien Zügen genießen.

Idealerweise sollte das Leben eine Zeitspanne sein, die wir möglichst glücklich verbringen und in der wir unsere Träume und Ziele verfolgen können.
Leider ist diese Idealvorstellung den wenigsten gegönnt.
Wenn du das hier lesen kannst, dann ist aber die Chance sehr hoch, dass du
deine Ziele ohne größere Schwierigkeiten verfolgen kannst. Du wurdest wahrscheinlich in einem Land geboren, in dem du die Made im Speck sein darfst.
Glückwunsch!

Du bekommst Möglichkeiten direkt vor die Füße geworfen, um die dich viele Millionen Menschen auf der Erde beneiden würden.

Doch warum nutzt du diese Chancen nicht?
Keine Sorge… oft bist gar nicht du selbst daran Schuld, sondern die anderen. Klasse oder?

Naja, so klasse ist das nicht.

In den nächsten Abschnitten zeige ich dir, woran es liegen kann, dass
dich andere daran hindern dich selbst zu verwirklichen.

Leben der anderen

Das Leben der anderen

Wir hängen in unserer Gesellschaft in einem unsichtbaren goldenen Käfig fest. Den Käfig halten wir als Gesellschaft selbst in der Hand. Er entsteht durch unsere Einstellungen zum Leben und wie es auszusehen hat. Ausserdem entsteht er auch durch Meme die uns übertragen wurden.

Diesen goldenen Käfig zu verlassen ist mit enormen Risiken und gesellschaftlichen Problemen
behaftet.

Ähnlich wie in einem Ameisenstamm, bekommen wir gewisse „Aufgaben“ von der Gesellschaft aufgetragen. Und von dir wird erwartet, dass du diese „Aufgaben“ erfüllst.
Das verteilen dieser Aufgaben fängt im Kindesalter an und wird durch unsere Eltern oder nahe stehende Personen geprägt. Schon hier stellt sich die Frage, in wie weit wir unsere Aufgaben überhaupt selbstbestimmt ausüben. Natürlich gar nicht. In dieser Phase übernehmen wir alles, was uns vorgegeben wird – eine Reflexion ist nicht möglich. Und wir sind überzeugt davon, dass das was uns gelehrt wird das richtige ist.

An dieser Stelle möchte ich gerne eine kleine Geschichte von Prof. Gerald Hüther zitieren:

Es wurde eine Studie mit einer Gruppe Babys im Alter von 6 Monaten durchgeführt.
Auf einem Monitor wurde ein Trickfilm gezeigt, bei dem ein kleines gelbes Männchen einen Berg hinauf kletterte. Es schnaufte, rutschte ein paar mal nach unten, mühte sich ab, aber schaffte es letztendlich auf den Berg.

Das war die erste Sequenz.

In der zweiten Sequenz sieht man wieder den Berg. Das gelbe Männchen klettert den Berg hinauf. Dabei kommt aber ein kleines grünes Männchen von hinten und schob das gelbe Männchen, damit es leichter auf den Berg hinauf kommt.

Die dritte Sequenz ist das selbe. Das gelbe Männchen klettert wieder den Berg hinauf. Dieses mal kommt aber ein blaues Männchen, welches schon auf dem Berg ist und schubst das gelbe Männchen den Berg wieder runter.

Nach diesem Film, wurden die Babys an einen Tisch gesetzt und ein grünes und ein blaues Männchen wurden an den Tisch gestellt. Die selben Männchen die vorher im Film zu sehen waren.

Man wartete ab um zu sehen, welche Figur die Babys nehmen.
Jedes der Babys im Alter von 6 Monaten nahm das grüne Männchen.

Es kommt also keiner von uns als absoluter Egozentriker zur Welt. 🙂

Im selben Versuch, weitere 6 Monate später, bei gleichem Ablauf, nehmen 10%-20% das blaue Männchen. Also den „Runterstoßer“.
Und das im Alter von einem Jahr – ohne überhaupt schon sprechen zu können!

Die Babys haben das Verhalten beobachtet und in ihrem System, in dem sie leben, also dem Familiensystem, von jemanden abgeschaut. Es gab also innerhalb des Systems eine Person die den Egoismus erfolgreich zum eigenen Vorteil nutzt.

Wäre es biologisch betrachtet sinnvoll, dass sich die Kinder an denen orientieren die nicht erfolgreich sind? Nein. Die Kinder orientieren und lernen von denen die erfolgreich sind. Und so prägt sich die egoistische Einstellung als überlebenswichtiges Mem in dem Kopf des Kindes ein.

Die Möglichkeit zu reflektieren kommt erst später, aber wenn wir dann endlich an diesem Punkt angelangt sind, haben sich schon so viele Dinge in uns manifestiert, sodass es fast unmöglich wird auch diese zu hinterfragen und gegebenenfalls zu korrigieren.

Die vorher zitierte Geschichte veranschaulicht den Einfluss unserer Umgebung und das Leben der anderen auf uns.
Und wie die Kleinkinder den Egoismus als effektives Mittel für sich selbst von den Erwachsenen abgeschaut haben, so übernehmen sie noch sehr viele weiteren Dinge ihrer Umgebung. Leider nicht nur positives.

Die Kalibrierung deiner selbst hat aber nach dem Kindesalter kein Ende. Ständig werden wir durch die Gesellschaft korrigiert.

Viele dieser „Korrekturen“ oder „Erwartungshaltungen“ die von unserer Umwelt an uns heran getragen werden, wirst du selbst schon einmal erlebt haben. Hier nur ein paar populäre Beispiele:

Erwartungshaltungen

3 Beispiele dieser Erwartungshaltungen:

1. Deine Hochzeit

Du bist in einer längeren Beziehung. Ab einem gewissen Zeitpunkt wirst du direkt oder indirekt von Freunden, Bekannten, Familie usw. gefragt ob bzw. wann ihr vor habt zu heiraten.
Meistens verpackt in einer neckischen Form, um zu vermeiden, dass der Fragesteller damit in ein Fettnäpfchen tritt.
Alleine – heiraten – selbst ist schon ein Mem und somit eine Einstellung die wir an unsere Nachfahren weitergeben. Heiraten selbst ist nämlich überhaupt nicht relevant für den Fortbestand der Menschen. Und kein Kind kommt auf die Welt mit dem Gedanken „ich möchte heiraten“.

2. Dein Studium

Im Studium gibt es viele Erwartungshaltungen die an einen herangetragen werden. Eine bekannte Erwartungshaltung ist die Nachfrage nach der Dauer des Studiums. Früher war es noch möglich und üblich, sich mit dem Studium etwas Zeit zu lassen.
Meiner Meinung nach etwas gutes, da man ja nicht nur den Stoff durchklopfen sollte, sondern auch Zeit benötigt nachzudenken, zu analysieren und sich eine eigene Meinung über Sachverhalte zu bilden.
Ich behaupte mal, dass sich das deutlich gewandelt hat.

Heute fragt jeder nur noch nach dem Knowhow – aber keiner nach dem Knowwhy.

Für die Industrie vielleicht willkommen, für den Menschen und die Entwicklung unserer Spezies aber sicherlich ein Umstand, der uns noch große Probleme bereiten wird.

Back to topic – bewusst oder unbewusst wird man von der Umgebung gedrängt, sein Studium abzuschließen.

3. Deine Karriere

Arbeiten selbst ist eine Erwartungshaltung.
Sie ist eine der mächtigsten Überzeugungen der Menschheit.
Wir definieren uns über unsere Arbeit und wir urteilen über andere und welche Arbeit sie ausüben.

Hast du dich mal gefragt, warum kleine Kinder noch für alle möglichen Berufe schwärmen, die leider in unserer Gesellschaft kein Statussymbol sind?
Viele Kinder antworten z.B. mit „Müllmann“, wenn sie gefragt werden, was sie werden wollen.
Spannend wäre es nun mal nachzuvollziehen, ab welchem Punkt sich diese Einstellung ändert und welchen Einfluss hier die anderen auf den Heranwachsenden haben.

Je nach dem in welchem sozialen Milieu man aufwächst, werden andere Wege zur Karriere angestrebt bzw. von einem erwartet.
Oder kannst du dir vorstellen, dass die Eltern (ein Ärzteehepaar) ihrem Kind zulässt z.B. Hausmeister zu werden? Da hängt direkt der Haussegen schief, egal wie sehr das Kind sich diesen Beruf wünscht. Hier werden dann direkt die Erwartungshaltungen der Eltern durchgeboxt – komme was wolle.

Letztendlich lebst du dann aber ein Leben der anderen, nämlich das deiner Eltern.

Das Ergebnis

Das Ergebnis ist, dass sehr viele Menschen in ihren Kernentscheidungen nie nach ihrem eigentlichen Willen oder ihren Wunschvorstellungen gehandelt haben. Sie durchgehen also verschiedene wichtige Etappen ihres Lebens, bei denen der Einfluss der anderen so groß ist, dass sie selbst vielleicht gar nicht mehr etwas für die finale Entscheidung beigetragen haben.

Die fremdbestimmte Entscheidung wird dann viele Jahre gelebt.

Sobald dann Kritik an dieser Einstellung geübt wird oder der Ratschlag kommt, eine Überzeugung zu überdenken, befinden sich die meisten Menschen in einer Verteidigungshaltung. Was auch verständlich ist, wer möchte schon gerne eingestehen, dass eine Einstellung, von der man viele Jahre überzeugt war, falsch ist.

Und das ist das große Problem an der Sache. Die wenigsten Menschen sind bereit, auch in höherem Alter noch einmal ihre Meinungen grundlegend zu überdenken und ihr Leben neu auszurichten. Noch schwieriger wird es, wenn eine Einstellung auch nach außen stark kommuniziert wurde.

Damit du aber möglichst selbstbestimmt leben kannst, ist es wichtig, dich vom vorgelebten Leben der anderen gedanklich zu entfernen, um mit klarem Blick urteilen zu können, was das richtige für dich ist. Erst dann kannst du auch anfangen ein Leben unabhängig der anderen zu leben.

Abseits der Norm

Abseits der Norm

Hier und da gibt es Personen, die sich nicht wohl in dieser Normierung fühlen. Sie möchten ausbrechen. Sie fühlen sich gefangen. Fühlen sich wie in einem Hamsterrad. Fühlen sich nicht selbstbestimmt.

Vielleicht gehörst du auch dazu?

Wenn du für dich entscheidest, einen Weg zu gehen, den die Gesellschaft nicht für dich vorgesehen hat, dann wirst du mit einigen Problemen zu kämpfen haben.
Plötzlich stehst du den Meme deiner Umgebung ausgeliefert gegenüber und wirst leider auch feststellen müssen, wie hart die Gesellschaft mit Andersdenkenden umgehen kann.

Das kann sich in unterschiedlicher Art und Weise äußern.
Am Anfang werden dich vielleicht einige versuchen zu überzeugen, dass deine Ideen und Vorhaben dir schaden werden und arbeiten mit dem Druckmittel: Angst. Andere versuchen dich von Alternativen zu überzeugen und zeigen dir auf, wo du ja eigentlich hin möchtest.
Wieder andere werden dich meiden. Bis hin zum Kontaktabbruch.

Um mit einer ausgelutschten Floskel den Artikel zu beenden:
Verfolge deine Ziele

….auch wenn sie abseits der Norm liegen!

Hier sind noch ein paar Beispiele, wie sich Menschen vom Leben der anderen gelöst haben:

Gemütlichkeit statt Schlips und Kragen:
Artikel lesen

Von Rechts nach Links:
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Was eigenes aufbauen, egal was die anderen sagen:
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SO – UND JETZT?

Weiterlesen

Möchtest du raus aus dem Hamsterrad?

Dann lies, wie ich mein Leben komplett verändert habe: Raus aus dem Hamsterrad

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Über Simon

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