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Hommage an die laotische Nudelsuppe

Hommage an die laotische Nudelsuppe

Damit mich eine Nudelsuppe vom Hocker haut braucht es doch einiges. In meiner Heimat konsumierte ich Suppen nur im Abstand von einigen Wochen oder Monaten und hier in Laos stopfe ich sie mir plötzlich jeden Tag in den Magen. Was macht die klassische laotische Suppe so anders als die Deutschen Suppen? Mehr dazu in diesem Artikel.

Mein erstes Mal

Es war auf dem Roller Trip bei Vang Vieng. Ich hatte noch zwischen 1-2 Stunden Zeit, bis ich meinen Roller wieder beim Vermieter abgeben musste.
Der Magen knurrte und ich befand mich mindestens 20km von Vang Vieng entfernt.
Zum Glück gab es hier überall kleine Dörfer und ich suchte mit Adleraugen nach den typischen Plastiktischen, die geschmückt mit einem Gewürzsortiment auf Kundschaft warten.

Ich erspähte einen kleinen Verschlag. Ausser mir war niemand anwesend und die Köchin begrüßte mich mit einem breiten Grinsen.
Schnell machte Sie mir klar, dass sie nur Suppe anbieten konnte. Dank ein paar bruchstückhaften Worte in Englisch, verstand ich recht gut was sie mir anschließend zeigte: die Zutaten der Suppe.

Ich willigte ein und hatte damit das Fundament einer tieferen Beziehung gesetzt. Einer Beziehung zur laotischen Nudelsuppe samt Fleischbeilage.

Die Köchin reichte mir zuerst einen Plastikkorb mit allerhand Grünzeug. Dazu gab es ein kleines Schälchen mit einer Paste und zuletzt kam die große Portion Suppe auf den Tisch.

Da war es – mein erstes Mal mit der Nudelsuppe aus Laos!

die klassische Nudelsuppe in Laos

Die klassische Nudelsuppe aus Laos

Die Nudelsuppe wird als Hauptgericht verspeist und kann sowohl Morgens, Abends als auch Mittags gegessen werden. Dem Laoten schmeckt sie immer und mir ebenfalls!

Mittlerweile habe ich die Suppe schon einige male gegessen, auch bei unterschiedlichen Suppenküchen, um mir ein konkreteres Bild davon machen zu können. Die einen können sie besser, die anderen schlechter. Nachdem ich mittlerweile aber etwas verwöhnt bin, habe ich den Anspruch an die Laos Nudelsuppe sehr hoch gesteckt. 😉

eine der vielen Suppenküchen

Doch was macht die Suppe so besonders?

Die Suppenbrühe ist erst einmal gar nicht spektakulär. Sie schmeckt so, wie klare Suppen eben schmecken. In die Suppe kommen dann Reisnudeln, allerhand fein geschnittenes Grünzeug und eine Fleischbeilage. Meistens sind das Stücke eines gebrühten Hühnchens oder knusprige Stücke vom Schwein.

BONUS TIPP: Man darf sich nicht wundern, wenn die Fleischstücke samt Knochen, Knorpel & Co in der Suppe landen. In Laos ist es üblich diese Teile mit am Fleisch zu lassen, da sonst das Fleisch als minderwertig betrachtet wird. Der Laote fragt sich dann: „Warum wurden vom Fleisch andere Stücke entfernt? Waren diese vielleicht schon schlecht und hat sie deshalb weggeschmissen?“
Gutes Fleisch in Laos = Fleisch mit Knochenstücke 😉

Jede Suppenküche setzt auf etwas andere Beilagen. Die eine geben beispielsweise noch kleine Fleischklöse dazu. Auch Eierstich hab ich schon in der Suppe gehabt.

Für Abwechslung ist also gesorgt. 🙂

Obendrauf kommt dann das erste unerwartete Feature:
geröstete Zwiebelflocken, wie man sie von Hot Dogs kennt.

Mit dieser „Vorlage“ lässt sich jetzt so einiges anstellen!

Auf dem Tisch warten allerlei Gewürze und Zutaten um die Suppe den individuellen Geschmäckern passend zu machen. U.a findest du hier:

  • Zucker
  • Sojasoße
  • Fischsauce
  • Maggi Gewürzsoße
  • Sweet-Chilli Soße
  • frische Chillies
  • getrocknete Chilliflocken
  • Chillipaste
  • frische Limetten zum ausdrücken

Jetzt kann es losgehen – oder?
Nein noch nicht!

Angefangen wird nämlich mit dem „Körbchen“ und einer Erdnusspaste. In dem extra Körbchen, welches zur Suppe gereicht wird, befinden sich meistens:

  • rohe grüne Bohnen
  • Salatblätter
  • Thai Basilikum
  • Bambussprossen

Die Salatblätter können einfach mit der Hand gesnackt werden. Ebenso die rohen Bohnen. Diese tunkt man in die Erdnusspaste und knabbert sie. Lecker!

Beilage zur Nudelsuppe

Das Thai Basilikum kann man nun noch zerzupfen und die Blätter auf der Suppe verteilen.
Jetzt kann man anfangen.
Gegessen wird mit Stäbchen und den typischen, breiten Suppenlöffeln.

Das besondere der laotischen Nudelsuppe ist die Komplexität. Man hat eine unglaublich viefältige Art an Geschmäckern, wenn man diese Suppe isst. Es gibt da den klassischen Suppengeschmack, wenn man die Brühe löffelt. Dazu kommt die Schärfe der Chillis, kombiniert mit der Süße von Zucker und den herzhaft schmeckenden Fleichbeilagen. Die Fischsauce oder Maggiwürze sorgt für etwas mehr salzigen Geschmack, während die ausgepresste Limette für den gewissen Pfiff sorgt. Allein an diesem Punkt hat die Suppe nun schon mehr Geschmackskomponenten als eine herkömmliche Markklösschensuppe in Detuschland ;).

Aber das war ja nicht einmal alles! Es geht weiter! Mit den frischen Gewürzen, wie dem Thai Basilikum, bekommen wir noch zusätzliche Würze und frische in die Suppe.

Letztendlich ist natürlich nicht nur der Geschmack entscheidend, sondern auch die Haptik im Mund. Da gibt es die flüssige Brühe, die weichen Hähnchenstücke oder die knusprigen Schweinestücke. Die Nudeln sind glitschig und gleiten in den Mund, während frische Bambussprossen beim Kauen knacken und für Biss sorgen.

Für Abwechsung ist also gesorgt!

Guten Appetit! 🙂

Gibt es ein Rezept zum Nachkochen?

Nach etwas suchen habe ich ein Rezept für die laotische Nudelsuppe gefunden:
http://cosycooking.com/index.php/2011/03/06/ms-somechan-kocht-nudelsuppe-jeden-tag/

Ich kann leider nicht mit hundertprozentiger Wahrscheinlichkeit sagen, dass dieses Rezept meiner Lieblingssuppe entspricht, da ich hier keine Möglichkeit habe das Rezept zu testen.
Es hört sich jedenfalls lecker an und könnte das richtige sein.

Probiert es einfach mal aus – Hauptsache es schmeckt! 😀

SO – UND JETZT?

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Du isst gerne asiatisch?

Hier findest du das Rezept zu einem original Thai-Curry: Thailändische Kochschule

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Über Simon

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2 Kommentare

  1. Grüß dich, Simon, überraschenderweise habe ich just auf deiner Seite einen Hinweis auf laotische Nudelsuppe entdeckt, wo nicht einmal „Chefkoch.de“ dazu etwas bieten konnte. Durch die Lektüre von Colin Cotterills „Doktor Siri“-Romanen habe ich eine große Lust auf laotische Nudelsuppe bekommen. Leider funktioniert der Link auf deiner Website zum angekündigten Rezept nicht. Lässt sich da etwas machen?
    Herzliche Grüße
    Bärbel Lautner

    • Hallo Bärbel,
      danke für die Info. Ich habe den Link korrigiert! Jetzt funktioniert er. Viel Spaß beim nachkochen & genießen. 🙂
      Beste Grüße Simon

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