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Im Bus nach Ranong
im Bus nach Ranong

Im Bus nach Ranong

Zwei Wochen Bangkok sollten erst einmal genügen. Ich wollte über Weihnachten unbedingt ans Wasser und ein paar Inseln erkunden. Eine neunstündige Fahrt brachte mich dann näher an mein Ziel. Welches Ziel ich ansteuerte und was ich sonst so erlebte, erfährst du in diesem Artikel.

Die Qual der Wahl

Ich hatte mich im Vorhof des Hostels an einem der Tische breit gemacht. Das Laptop wurde fleissig mit Strom versorgt, die Internetverbindung war prächtig und ein kühles Wasser sorgte für Erfrischung während ich mein nächstes Reiseziel plante.

Nach zwei Wochen in einer Metropole, zog es mich nun in die Natur. Ans Meer! Entspannen, genießen und die Füße tief im Sand vergraben wenn ich mal nicht gerade im glasklaren Wasser bade.
So sollte es sein!

Nur wohin?

In Thailand gibt es so unglaublich viele Inseln. Manche sind weltweit bekannt und beliebt, andere wieder spezialisiert auf z.B. tauchen. Und dann gibt es da noch die Inseln, die wenige kennen und die einem traumhafte, menschenleere Strände bieten. Das war genau den Platz den ich suchte!
Vielleicht hat hier Hollywood mit „The Beach“ seine Spuren hinterlassen, aber man darf sich ja ruhig hohe Ziele stecken.

Ich stöberte auf diverse Webseiten, da sprach mich eine Mitarbeiterin des Hostels an. Sie plane momentan selbst ein paar Urlaubstage auf einer Insel. Ich war natürlich direkt hellhörig und wollte mehr erfahren.
Sie nannte mir einen Namen, den ich bisher noch nicht in meiner Liste hatte.
Der Name ist …….. Koh Phayam.

Kurz die Eckdaten der Insel gecheckt und das Recherchierte hörte sich richtig gut an.
Also einen Bus über das Internet geordert und am nächsten Tag ging es per Taxi zum Terminal.

Busse in Thailand

Die Fortbewegung mit dem Bus ist in Thailand sehr populär. Es gibt riesige Terminals von denen Fernbusse in alle Ecken Thailands aufbrechen.
Die Preise der offiziellen Fernbusse sind unglaublich günstig und die Busse sind bestens ausgestattet für lange Strecken.

Anders sieht es aus, wenn man z.B. in der Khao San Road bei einem der Tour-Vermittler eine solche Strecke bucht. Hier ist die Chance hoch, dass die Busfahrt zur Qual wird, da man auf einfachen Holzsitzen über Stock und Stein brettert.

Ganz anders bei mir. 🙂 Meine 50 Baht die ich noch zusätzlich in ein VIP Upgrade investiert hatte, machten sich direkt bemerkbar.
Ich saß in der ersten Reihe. Sitz A1. Vor mir war so viel Platz, dass ich meine Beine hochlegen konnte. Eine riesengroße Ablage und Becherhalter gab es noch dazu.
Da die Busse in der Front von unten bis oben komplett verglast sind, hatte ich einen traumhaften Ausblick in jede Richtung. Zusätzlich gab es während der Fahrt noch eine Flasche Wasser, einen kleinen Kuchen und später noch einen Drink mit Eiswürfel, der mich an Waldmeister erinnerte.

Jederzeit wieder!

Es hatte sich auch gelohnt, dass ich tagsüber gefahren bin. Dadurch hatte ich tolle Einblicke auf das Leben und die Vegetation am Rande der Straße.

BONUS TIPP: Ich hatte für mein Busticket + VIP Bonus 570 Baht bezahlt, was umgerechnet 14,07€ sind. Ein absolut genialer Preis, wenn man bedenkt, dass es sich bei der Busfahrt um eine neunstündige Fahrt handelte! Die Buchung habe ich über eine asiatische Webseite gemacht: http://12go.asia

Und los gehts!

Die Fahrt ging los. Nach Süden sollte es gehen. Es führte eine Straße komplett von Bangkok, geradeaus zu meiner Zielstadt: Ranong.

Zunächst waren noch die Ausläufe Bangkoks zu sehen. Es waren diverse Industrieanlagen, Reisanbau und noch ein paar Wohnhäuser am Straßenrand, bis einige Kilometer weiter südlich die Natur das Bild verschönerte.

Wir durchquerten zig kleinere Dörfer, aber auch Militäranlagen und Tempel. Manchmal dachte ich, ein Déjà-vu zu haben: immer wieder gab es die gleichen oder stark ähnelnden Bauwerke oder Bildnisse des Königs zu sehen. Auch die Anzahl der Straßenküchen, an denen wir vorbeigefahren sind dürfte im vierstelligen Bereich liegen.

die Busfahrt

die Busfahrt

Langsam wurde die Landschaft bergiger und auch die Vegetation wurde deutlich dichter. Teilweise breitete sich Dschungel bis zu den Bergkuppen in weiter ferne aus. Palmen, vollbepackt mit Früchten und Kokosnüssen waren nun keine Seltenheit mehr.

Es ging schon leicht die Sonne unter als wir in Ranong ankamen.

Ranong – Die Stadt und die Provinz

Ranong ist sowohl eine Provinz, als auch eine Stadt in dieser Provinz. Etwa 568 km südlich von Bangkok ist es eine der niederschlagsreichsten Regionen von Thailand.
Die optimale Reisezeit ist aber von Dezember – April. Und momentan ist es hier alles andere als regnerisch! Die Sonne brannte enorm auf meiner Tour durch die Stadt und ich war froh, als ich endlich wieder im klimatisierten Hostel angekommen war.

Nicht nur die Sonne sorgte für Wärme, sondern auch die Begegnung mit einem Thailänder brachte menschliche Wärme mit sich.

Ich war auf der Suche nach einer Post in Ranong. Den groben Weg erfuhr ich in meinem Hostel und so machte ich mich auf. Leider war der Weg nicht so einfach wie gedacht. Ich befragte diverse Menschen die mir auf meiner Suche begegneten.
Endlich fand ich einen Schild mit der Aufschrift „Post“ und einem Pfeil nach links, in eine kleine Straße hinein.
Erleichtert machte ich mich auf, mein Ziel endlich zu erreichen. Der Schweiß sorgte schon dafür, dass mein T-Shirt an einigen Stellen durchnässte und ich war froh endlich angekommen zu sein.

Falsch gedacht!

Ich stand plötzlich vor dem nichts! Die Straße hörte einfach auf und verlief, im wahrsten Sinne des Wortes, im Sand.
Erstaunt lief ich zurück. Ein Lackierer besprühte gerade Teile eines Rollers mit neuer Farbe. Er blickte mich fragend an und ich versuchte ihm meine missliche Lage verständlich zu machen.
Englisch war ihm vollkommen fremd und mit der deutschen Sprache hatte ich es dann erst gar nicht versucht. 🙂
Er wollte dennoch helfen und so zeigte ich ihm den Schild am Anfang der Straße, der ja eindeutig darauf hindeutete, dass in dieser Straße die Post sein müsse.
Der Thailänder zögerte kurz, dann flogen mir ein paar Fetzen Thai um die Ohren. Er rannte zurück zu seiner kleinen Wellblechhütte, die wohl sein Zuhause war und sprang auf seinen Roller. Er deutete mir an, es ihm gleich zu tun und plötzlich rasten wir beide im Roller Richtung „Nowhere“.
Nein natürlich nicht! Er fuhr mich zur Post und zwar bis vor die Eingangstüre.

Ich war baff. Während in Deutschland aktuell die Stimmung gegen Flüchtlinge (hilfsbedürftige Menschen die meistens schreckliches in ihrer Heimat erlebt hatten) erschreckend ansteigt, unterbricht ein Thailänder seine Arbeit um für einen Fremden, den er nicht versteht, auf seinen Roller zu steigen und ihn bis vor die Türe seines Wunschzieles zu fahren.

Wow! Das sind Augenblicke in denen ich mich für die Menschen aus meinem Herkunftsland schäme. Natürlich gibt es in Deutschland auch positive Ausnahmen! Aber ich werfe hier ganz bewusst alle in einen Topf. Ich bin mir auch nicht sicher, ob ich das selbe für einen Fremden in dieser Situation getan hätte!?!

Und sonst so?

Ranong - die verschlafene Stadt?

Ranong – die verschlafene Stadt?

Zu Ranong gibt es nicht so viel zu sagen. Mir kommt die Stadt etwas verschlafen vor. Vielleicht liegt es auch an meinem Zustand. Ich bin etwas platt und genieße es, heute nur diese eine Wanderung an der Hitze gemacht zu haben.
Laut anderen Hostelbewohner gibt es hier aber wohl noch eine kleine Partymeile und es soll tolle, natürliche heiße Quellen geben, die 24 Stunden frei zugänglich sind.

Ich komme so schon ins schwitzen, da kann ich auch heute auf die heißen Quellen verzichten. 🙂

SO – UND JETZT?

Weiterlesen

Ranong ist eine Stadt, von der du auf verschiedene Inseln gelangen kannst.

Mein Ziel war die Insel „Koh Phayam“. Eine kleine, entspante Insel zum erholen und träumen. Den Reisebericht kannst du hier lesen: Koh Phayam – Thailand vor 10 Jahren

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Über Simon

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