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Ich, in den Fängen des Militärs von Thailand
mein Bangkok

Ich, in den Fängen des Militärs von Thailand

Jeder Ausländer der in Bangkok ankommt, wird eine andere Stadt vorfinden. Das klingt wirr und ist sicher nicht auf Anhieb nachvollziehbar, aber wenn man die Reisenden und Backpacker befragt, driften die Meinungen zu Bangkok extrem stark auseinander.

Für manche ist Bangkok die Schaltstelle Südostasiens und sie sind sehr froh, wenn sie nur wenige Stunden in der Stadt verbringen müssen. Wieder andere sind begeistert von der Lebendigkeit der Stadt und den Extremen denen man dort ausgesetzt ist.

Mittlerweile habe auch ich „mein Bangkok“ gefunden. Es bewegt sich zwischen Faszination und Resignation gegenüber der drückenden Stimmung die Bangkok auf einen ausüben kann.

Aber ich mag die Stadt! An den Gestank der Verbrennungsmotoren scheint man sich zu gewöhnen und die anfängliche Überforderung wandelt sich nach einigen Tagen in einen Zustand, bei dem man auch der Hektik etwas meditatives abgewinnen kann.

Die Menschen Bangkoks

Vergleichsweise gemächlich geht es in meinen gebuchten Hostels zu. Eine Oase der Ruhe und trotzdem nur ein Katzensprung entfernt vom regen Treiben. Der Kontakt zu anderen Reisenden ergibt sich wie von selbst und ich habe in dieser Zeitspanne schon zig Leute kennen gelernt, die alle mit unterschiedlichen Beweggründen in Bangkok verweilen.

Da wäre eine junge Australierin, die ich auf der Dachterasse meines Hostels kennen lernte. Auf den ersten Blick sah sie entspannt aus. Sie lag auf einer der Liegen und blickte in den abendlichen Himmel über Bangkok. Nach einem kurzen Austausch der üblichen Floskeln des Kennenlernen, offenbarte Sie mir, dass sie nicht zum Urlaub hier ist. Sie ist extra aus Australien hergeflogen um sich in einem von Bangkoks Krankenhäusern einer Magen-OP zu unterziehen. Die OP war geglückt. Leider beherrschten die Folgeschmerzen ihren Gemütszustand.
Der Kontakt zu mir sollte ihr einige Tage darauf noch eine großartige Hilfe sein. Als ich am Straßenrand bei einer Garküche saß um etwas Fried Rice mit Hühnchen zu essen, kam sie gekrümmt und mit schmerzverzerrtem Gesicht an mir vorbei. Ich rief ihr zu und als Sie mich erkannte, war eine große Erleichterung in ihren Augen zu erkennen. Sie zeigte auf mich, während sie einem älteren Mann etwas zu erklären versuchte.
Es stellte sich heraus, dass der Mann ihr half zurück zum Hostel zu finden. Der Mann erklärte mir, dass sie nicht fähig war alleine zurück zu finden und enorme Schmerzen hatte. Er sollte dann von mir den Weg erfahren.

Etwa 10 Minuten später fuhr ein Krankenwagen mit Blaulicht an mir vorbei. Die selbe Richtung in der auch unser Hostel zu finden war.

Ein älteres Ehepaar aus Kanada bewohnte ein Doppelzimmer in meiner Unterkunft. Sie waren sehr kontaktfreudig und so unterhielten wir uns regelmäßig über Gott und die Welt.
Sie hatten einen großen Faible für Vögel und planten für einige Tage nach Nord-Thailand zu reisen um diese dort zu beobachten. Ihre hellbeige Funktionsklamotten und der Safarihut erinnerten mich an Expeditionsteams alter Filme der neunziger Jahre. 🙂
Deutschland war kein Fremdwort für sie und als Naturliebhaber waren sie begeistert davon, mit welchem Einsatz die Deutschen die nachhaltige Energie ausbauen. Unsere Wege trennten sich dann mit einer Einladung. Sobald ich Kanada bereisen möchte, sollte ich bescheid geben.

Auch den ein oder anderen Reisetipp habe ich erhalten. Ein Italiener stand kurz vor seinem Rückflug in die Heimat. Er hatte einen einmonatigen Backpacker Trip hinter sich. Er bereiste Thailand und Laos. Es gab keine Stunde, in der er nicht von Laos schwärmte und er zeigte mir zig Fotografien: Flüsse in Laos. Flüsse in Laos mit Sonnenuntergang. Flüsse in Laos ohne Sonnenuntergang. Dazwischen fand man auch Flüsse in Laos ohne Sonne und verwackelte Bilder die Flüsse in Laos darstellen sollten.

Wenn ich also Flüsse sehen möchte, bin ich dort genau richtig! 😉
Ich will sie sehen.

Ich, in den Fängen des Militärs

Nachdem ich mein erstes Hostel nach ein paar Tagen verlassen musste, da das Zimmer anderweitig verbucht wurde, kam ich in einem kleinen schmucken Familienbetrieb unter. Es war gleich um die Ecke und heißt: Sam Sen Sam

Das Hostel versprühte einen sehr familiären Charme und alle halfen mit um es am laufen zu halten. Die kleinen machten die Betten und brachten den Müll raus, die Großen servierten das Frühstück und die Mutter war für die Rezeption und das Wohlbefinden der Gäste zuständig.

Ich fühlte mich dort sehr gut aufgehoben und möchte auch diesem Hostel wieder eine Empfehlung aussprechen.

Sam Sen Sam Place Hostel in Bangkok

Sam Sen Sam Place Hostel in Bangkok

Ich fragte mich des öfteren, wer die gelangweilt dreinschauenden thailändischen Männer waren, die im Innenhof des Hostels ihre Zeit totschlugen.
Ein paar Tage später sollte ich schlauer sein. Der Hostelbesitzer possierte in einer schicken roten Militäruniform vor einem Baum, während Freunde der Familie fleissig Bilder knipsten. Als ich die Hintergründe erfuhr verschlug es mir die Sprache. Der Hostelbesitzer war ein General der Thailändischen Armee. Und die Männer die im Innenhof verweilten waren wohl so etwas wie seine Bodyguards und Chauffeure. Jedenfalls wurde mir das alles so mitgeteilt.

Wenn jemand von euch einmal dort unterkommt, kann man der Sache ja noch etwas tiefer auf den Grund gehen. 😉

SO – UND JETZT?

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Welche Dinge du dort unbedingt mal machen musst kannst du hier lesen: 10 Dinge die man in Bangkok unbedingt machen muss

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