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In Südostasien feilschen – so geht es richtig!
Feilschen in Südostasien

In Südostasien feilschen – so geht es richtig!

Für uns Europäer mag es gewöhnungsbedürftig sein beim einkaufen über den Preis zu Feilschen. Oder würdest du im Supermarkt an der Kasse sagen, dass du die Karotten nur nimmst, wenn du sie 5 Cent günstiger bekommst? In Südostasien feilschen die Einheimischen ständig und überall – vor allem aber auf Märkten oder in kleinen Geschäften.
Mit diesem Artikel bekommst du ein Gespür wie du beim feilschen richtig vorgehst und nebenbei damit natürlich auch Geld sparst.

Inhalt des Artikels:

zum beachten

Feilschen – was du beachten solltest

Die meisten Backpacker oder Reisende in Südostasien feilschen nicht. Das liegt wohl vor allem daran, dass wir es nicht gewohnt sind zu feilschen. Hinzu kommt, dass die Preise ja sowieso relativ günstig sind und uns darüber schon genügend freuen.

Wenn du aber auch in Südostasien richtig in die Kultur eintauchen möchtest, dann solltest du dir das Feilschen auch angewöhnen. Zunächst war es für mich sehr gewöhnungsbedürftig. Mittlerweile habe ich aber richtig gefallen daran gefunden. Etwas Geld spare ich damit auch und man merkt, wie auch der Respekt einem gegenüber wächst, wenn man das übliche Verhalten der Einheimischen annimmt.

Du kannst aber nicht überall feilschen. In kleinen Läden oder auf den Märkten ist feilschen normal, aber in den größeren Geschäften und Ketten, ist auch hier das Feilschen nicht möglich.

Bei Taxen braucht man auch nicht feilschen, da fast alle einen Taxameter haben. Anders sieht das bei Tuk Tuks aus. Hier kannst du vor dem Beginn der Fahrt einen festen Preis ausmachen. Natürlich darf auch hier gefeilscht werden.

Feilschen - Schritt für Schritt

Das Feilschen – Schritt für Schritt

Das Feilschen in Südostasien hat ungeschriebene Regeln. Hier findest du eine Schritt-für-Schritt Anleitung und wichtige Hinweise auf was du achten solltest:

Sei der erste

In vielen Ländern wird der erste Kauf nach Eröffnung des Marktstandes als „lucky sale“ bezeichnet.
Das bedeutet, dass der Verkäufer dir sehr im Preis entgegen kommt.
Wenn du nicht ganz früh aufstehen möchtest um der erste zu sein, kannst du auch den Nachtmarkt nutzen. Dann gehst du einfach Abends zu dem Stand deiner Wahl. Am besten bist du schon dort, wenn der Verkäufer den Stand aufbaut, dann bist du sicher der erste Käufer.

Überblick bekommen

Bei einer Einkaufsstraße oder einem Markt, gibt es viele Verkäufer, die die selben Sachen anbieten.
Am besten du läufst erst einmal etwas herum und machst dir ein Bild davon, was andere Verkäufer für das gleiche Produkt verlangen. Dann bist du in einer besseren Verhandlungsposition.

Goldene Regel in Südostasien: kaufe nie beim ersten Stand!

Beachte auch, dass die bekannten, touristisch erschlossenen Märkte und Einkaufsstraßen gerne erhöhte Preise haben. Um also günstiger Einkaufen zu können, solltest du etwas abseits einkaufen gehen, dort wo auch vermehrt die Locals einkaufen.

Niedrigen Preis ansetzen

Dein Einstiegspreis beim Feilschen ist einer der wichtigsten Punkte die du beachten musst. Ist er zu hoch, kannst du kaum etwas sparen. Ist er zu niedrig, dann kommt es schnell unverschämt beim Verkäufer an und das weitere Feilschen kann man vergessen.

Ein guter Anhaltspunkt ist die Hälfte des ausgeschriebenen Wertes. Mit diesem fängst du dann das feilschen an.
Sollte kein Preis ausgeschrieben sein, fordere den Verkäufer auf einen Preis zu nennen. Antworte also nicht mit einem Preis, wenn du gefragt wirst, wie viel du bezahlen möchtest.

BONUS TIPP: Die Sprache der Einheimischen! Solltest du die Einheimische Sprache beherrschen, dann solltest du auch in dieser feilschen. Es bringt dich deutlich besser auf Augenhöhe mit dem Verkäufer und es besteht automatisch mehr Sympathie dir gegenüber.

Lächeln nicht vergessen

Ein Lächeln zieht immer – auch beim feilschen. Bleib immer relaxt und entspannt. Feilschen ist kein Wettkampf und normalerweise gibt es danach zwei Gewinner. Du brauchst natürlich nicht ganz auf deine Mimik verzichten. Zeig ruhig deine Gefühle, wenn du z.B. ein zu teures Gegenangebot bekommst darfst ud natürlich geschockt reagieren.

Das Gesicht bewahren

In Südostasien ist das „Gesicht bewahren“ sehr wichtig. Es gibt wenig, was den Stolz der Menschen in Südostasien mehr verletzt, als sein Gesicht zu verlieren.
Du solltest also gewillt sein, auf den endgültigen Preis zuzugehen. Seid ihr an einem Preis angekommen, mit dem auch du zufrieden bist, solltest du zusagen. Feilsche also nicht um jeden Cent.

Desinteresse zeigen

Du darfst ruhig auch etwas Desinteresse zeigen, wenn der Wunschpreis nicht ansatzweise erreicht wird. Die Verkäufer wissen ganz genau, dass du das Produkt auch einfach auf einem anderen Markt kaufen kannst, wenn sie es dir nicht verkaufen. Das Desinteresse kann dann helfen den Verkäufer auf der Reserve zu locken.

Weglaufen

Weglaufen sollte deine letzte Waffe beim Feilschen sein. Wenn du unzufrieden mit dem Preis bist, zeigst du Desinteresse und läufst weiter. Mit einer großen Wahrscheinlichkeit wird der Verkäufer versuchen dich aufzuhalten und dir noch einmal im Preis entgegen kommen.

Nach dem Feilschen

Viele Verkäufer sagen nach dem Verkauf, dass sie sich jetzt schlecht fühlen, weil du Ihnen durch den geringen Preis das Geld aus der Tasche ziehst. Das ist gelogen! Ein Verkäufer wird immer mit Gewinn verkaufen. Bedanke dich also für den guten Preis den du bekommen hast und verabschiede dich.

Hast du schon einmal in Südostasien gefeilscht? Was sind deine Erfahrungen? Schreibe doch einfach in die Kommentare. 🙂

SO – UND JETZT?

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