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Manila Manila

Manila Manila

Meine Reise ging weiter. Nach drei Monaten in Hanoi beschloss ich in den Philippinen die Beine baumeln zu lassen. Begleite mich in diesem Artikel vom International Flughafen in Hanoi bis in die Downtown von Manila.

Glück gehabt!

Spät Nachts sollte mein Flieger auf die Philippinen abheben. Genau genommen eine Stunde nach Mitternacht. Da mein Visa von Vietnam aber schon am Vortag auslief, musste ich entsprechend rechtzeitig aus dem Land auschecken, sodass ich keine Strafgebühr zahlen musste.

Zeitlich war alles perfekt. Die Mitarbeiterin des Check-In beäugte aber etwas verwirrt mein Einreisestempel von Vietnam. Laut diesem wäre mein Visa schon vor zwei Monaten ausgelaufen. Der offizielle gedruckte Aufkleber mit allen Details zu meinem Aufenthalt enthielt jedoch die richtigen Daten.
In mir machte sich etwas Sorge breit, dass eben diese Umstände nun dazu führen können, entweder eine schöne Summe an Strafgebühren abzudrücken oder längere Gespräche mit dem Militär vor mir lagen.

Die Mitarbeiterin der Philippinischen Airline versprach mir zu helfen, schnappte meinen Reisepass, ging davon und kam nach etwa 5 Minuten zurück. Mit einem breiten, weissen Colgate-Lächeln und schwungvollen Schritten überbrachte Sie mir die freudige Nachricht in einem kurzen aber nicht weniger aussagekräftigen Satz:

Dont worry. Its okey.

Das berühmte Lächeln der Philippinen, gepaart mit ihrem Charme, hat wohl auch das Militär von Vietnam überzeugt. Diese haben einfach mit dem Kugelschreiber die Zahl überschrieben und alles war gut. Das hätte ich auch selbst hinbekommen! 😉

Also ab… auschecken…boarding…fliegen….

… hello Manila

Ich liebe es, neu in einem mir unbekannten Land anzukommen. Die intensiven Eindrücke die ich am ersten Tag bei der Ankunft habe, werde ich kein einziges mal mehr in diesem Land erleben können.
Alles ist neu, jedes kleine Detail fällt mir auf und jede neue Eigenheit der Ankunftsstadt überwältigt mich in ihrer Besonderheit. Der prägende Charakter einer Stadt kann man nicht auf Fotomotiven sehen. Man kann ihn aber fühlen, sobald man gelandet ist und das Flughafengelände verlassen hat.

In Manila waren es die unglaubliche Farbenpracht der Gebäude, Schilder und Mauerstücke, in die ich mich schnell verliebte. Die Stadt wirkte auf mich wie ein Potpourri von Karibik, Asien und Moderne.
Wirklich schön.

Der Einfluss der Kolonialmächte ist enorm spürbar!

Plötzlich stand ich mitten in der Downtown von Manila – vor meinem Hostel. Um mich herum erstreckten sich Hotels in die Höhe und die Häuserschluchten waren für mich ein großer Kontrast zu Hanoi, wo im Old Quarter die wenigsten Häuser mehr als 3 Stockwerke hatten.

Auffallend für das Straßenbild waren „Tricycles“. Das sind sozusagen die Tuk Tuks der Philippinen. Ein Motorrad mit einem Anbau, welches einem überdachten Beiwagen gleicht. Das ganze noch in ein spaciges Design verpackt und man hat das klassische Tricycle. Straßentauglich für die Philippinen. Soviel ich weiß ist diese Art der Personenbeförderung auch nur in diesem Land anzutreffen.

Tricycle

Ausser den Tricycles hatte ich auch das erste mal Kontakt mit den Ärmsten der Armen auf den Philippinen. Die Straßenkinder von Manila.
Es wirkt skurril, da sie zu Füßen der Luxushotels von Manila ihre Schlafplätze aufschlagen. Hotels bei denen das günstigste Zimmer bei 50€ pro Nacht los geht. Selbst mein Hostel kostete 15€ pro Nacht und es war sicherlich eines der günstigsten Übernachtungsmöglichkeiten in der Downtown, wenn man von den zahlreichen Stundenhotels des Rotlichtbezirks absieht. Der Rotlichtbezirk fügt sich hier übrigens nahtlos in das Stadtbild ein, ohne auf gewisse Straßen begrenzt zu sein.

Armut und Wohnungssituation in Manila:
Manila erlebt seit der Mitte des 20. Jahrhundert eine Bevölkerungsexplosion. Der Wohnraum wird knapp und es entstanden massenweise, nicht genehmigte, einfache Gebäude. Diese ein- bis zweistöckigen Gebäude bildeten sich zu Slums in denen Armut und schwere Krankheiten das Leben der Bevölkerung erschwert.
Diejenigen die keine Brettverschläge haben, müssen auf der Straße schlafen. So kommt es nicht selten vor, dass man mitten in der Downtown von Manila ganze Familien auf dem Bürgersteig schlafen sieht.
Die reiche Oberschicht zog es in spezielle Viertel, die durch Mauern und Wachposten vom Rest der Bevölkerung getrennt sind.
Immerhin leben rund die Hälfte aller Einwohner von Manila in Slums.

Spärlich aber klein

Mein Hostel war relativ günstig aber dennoch teurer als fast alle meine bisherigen Unterkünfte. Das Zimmer bestand im Prinzip nur aus den Wänden und einem Bett, gedrängt auf 2m².

Glücklicherweise gab es eine wundervolle Dachterrasse, die einiges wieder gut machte.
Inklusive einem tollen Ausblick auf die Hochhäuser der Downtown:

Manila Downtown bei Nacht

Mit einem „San Miguel“ Bier und entspannter Musik lies ich den Tag ausklingen. 🙂

SO – UND JETZT?

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