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Roadtrip Hanoi – Ha Giang: Teil 2

Roadtrip Hanoi – Ha Giang: Teil 2

Die voll bepackte Honda Win samt den hoch motivierten Fahrern verlässt Hanoi und macht sich auf in die wunderschöne Natur Vietnams. Der Roadtrip geht weiter und du kannst in diesem Artikel mitreisen! Entdecke mit uns diesen spannenden Flecken Erde und tauche ein in einen Roadtrip der ganz besonderen Art.

Das erste Ziel

Die erste Etappe sollte in einer Kleinstadt namens „Tuyên Quang “ enden. Dort wollten wir die Nacht bei der Mutter meines Freundes verbringen um am nächsten Tag gestärkt weiter nach Ha Giang fahren zu können.

Das Städtchen war eine vietnamesische Stadt, wie aus dem Bilderbuch. Eine Hauptstraße, geschmückt mit bunten Wimpeln, zog sich durch die ganze Stadt und endete in einem großen Kreisverkehr. Prächtig geschmückt und versehen mit der vietnamesischen Nationalflagge, war dieser Kreisverkehr wohl der ganze Stolz der Menschen hier.

Kreisverkehr

Wie man es gewohnt war, gab es allerlei Geschäfte und Essensmöglichkeiten am Straßenrand. Alles war da um gut über die Runden zu kommen.

Als ich meinen Nachbar und seine Frau vor ungefähr einem halben Jahr kennen lernte, teilte er mir schon früh mit, dass seine Mutter aus ärmlichen Verhältnissen kommt. Sie wohnte nicht, wie viele andere, in einer der schicken zentralen mehrstöckigen Häusern, sondern hatte eines aus Holz am Stadtrand.

Es hatte seinen Charme! Inmitten von Feldern und Palmen, behangen mit prächtigen Bananen, lag das Haus der Mutter. Zwei Ochsen machten es sich im kühlen Dreck gemütlich, welche heute einen freien Tag hatte und nicht zur Feldarbeit mussten.

Die Mutter war eine liebenswürdige alte Frau, vor der ich meinen Hut ziehen muss. Sie hat es irgendwie hinbekommen ca. 7 verschiedene Gerichte gleichzeitig fertig zu bekommen um uns ein reichliches Abendessen zu präsentieren.
Mit vollen Mägen und einer Menge Reisschnaps ging unser erster Tag zu Ende.

Welcome to Ha Giang

Auf dem Lande wecken einen die Hähne. Das ist leider nicht nur in Deutschland so. Um 5:00 ging es los und ich quälte mich noch weitere zwei Stunden ab, zu etwas Schlaf zu kommen. Irgendwann gegen Mittag und ein reichhaltiges, vietnamesisches Frühstück später, machten wir uns wieder auf den Weg.

Über Stock und Stein, vorbei an Arbeiterplakate der vietnamesischen Regierung bis hin zum großen Willkommens-Bogen von Ha Gaing:

Plakat

Willkommensbogen

Geschafft! Wir sind angekommen in der Provinz Ha Giang.

Hoch hinaus

Nachdem wir Ha Giang Stadt passieren um uns höheren Regionen zu widmen, machte sich eine riesige Vorfreude in uns breit. Immer spektakulärer und schöner wurde die Landschaft mit jedem Meter, den unsere Honda den Berg hinauf schnaufte.

Das erste Panorama, welches ich geschossen hatte, machte schon einen wunderbaren Eindruck auf das was da noch so kommen sollte.

Panorama

An diesem Aussichtspunkt gab es auch einen kleinen Stand, welcher allerlei lokaler Spezialitäten feil bot. Unter anderem auch eine hochbegehrte #Wurze ??? #, aus der ein super leckerer Alkohol hergestellt werden kann.
Dieser ist eine Spezialität aus Ha Giang und dank der teuren Beschaffung der Zutat auch verhältnismäßig kostspielig.

Pflanze

Oben angekommen, ging es auch wieder zurück ins Tal. Nicht ohne uns in jeder Kurve einen tollen Ausblick auf die kommende Stadt zu ermöglichen.

Ausblick Stadt 1

Ausblick Stadt 2

Die Motivation ist hoch bei den Arbeitern des kommunistischen Landes Vietnam. Sicherlich sorgen auch die ein oder anderen Plakate für den gewissen Motivationsschub. Hier ein weiteres Beispiel, der Präsenz der Partei:

Plakat 2

Ein Stop in dieser Stadt war nicht eingeplant. Wir hatten uns in Ha Giang Stadt mit Baguettes und Pate eingedeckt und wollten unterwegs Rast machen.
Also wieder hoch auf den Berg, bis wir an einem Haus hielten vor welchem wir uns ausbreiteten. Die Hausherrin hatte nichts dagegen und freute sich über einen Plausch und dem kleinen Nebenverdienst, durch Verkauf an Getränken.
Ihr kleines Kind war etwas überfordert mit der Situation. Aber „cute like hell!“ 🙂

Baby

Erst einmal wollten wir die Pate erwärmen. Feuer gemacht und Dose drauf. Easy!
Die Baguettes, dank der Plastiktüte mittlerweile eher Gummiartig, samt der Dosen Pate mit Haltbarkeitsdatum 2020, waren natürlich nicht Haute cuisine aber du kennst das sicher. Bei einem Trip wie diesem, schmeckt einfach alles, wenn man Rast macht. Es ist dieses gewisse Feeling: „Ich bezwinge die Welt und stärke mich mit frisch gejagtem Rehfleisch, während ich mich am Feuer wärme“. So oder so ähnlich …… wahrscheinlich sind das noch tief verwurzelte Urempfindungen von uns Menschen. 🙂

Pate erhitzen

Weiter geht es. Die Straßen werden geschwungener, steiler und manchmal auch etwas abenteuerlicher. Das ein oder andere Schlagloch erwischt man nun schon einmal. Ich muss aber sagen, dass ich von der vietnamesischen Straßenqualität restlos begeistert mit. Wir hatten konstant erstklassige Straßen. Egal wie weit wir in die Pampa vorgedrungen waren.
Und dort wo das nicht der Fall war, wurden fleissig Ausbesserungsarbeiten gemacht.

Je tiefer wir in die Bergregion vordrangen, desto ärmer und einfacher wurden auch die Behausungen der Menschen. Die ersten traditionell gekleideten ethnischen Minderheiten begegneten uns am Wegesrand oder auf den saftgrünen Feldern. Sie gingen ihrer täglichen Arbeit nach. Während für mich eben diese, für große Augen und Faszination sorgten.
So natürlich, fernab der gestellten Szenerien, wie man sie teilweise von anderswo her kennt. Nein. Hier verdient keiner daran, dass sie so sind wie sie sind, so aussehen wie sie aussehen, so leben wie sie leben. Das hier ist Realität und es gibt kein Fahrkartenschalter zur „Ethnischen-Minderheiten-Achterbahn mit Wasserrutsche“. Und am Ende bekommt man auch nicht für 10€ ein Foto angeboten, welches man von sich und den Einheimischen knipsen lassen kann.

Roadtrip Hanoi – Ha Giang

Hier geht es zum ersten Teil der Artikelserie.
Hier geht es zum dritten Teil der Artikelserie.
Hier geht es zum vierten Teil der Artikelserie.

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