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Roller mieten und einfach mal raus aus Luang Prabang

Roller mieten und einfach mal raus aus Luang Prabang

Die Region um Luang Prabang bietet einige schöne Flecken, die es zu entdecken gilt. Schwing dich mit mir auf meinen Roller und begleite mich auf eine Entdeckungsreise in die Natur, zu abgelegenen Dörfern und dem wundervollen Kuang Si Wasserfall.

Qual der Wahl

Luang Prabang ist sehr stark touristisch erschlossen. Aus diesem Grund findet man auch an jeder Ecke diverse Angebote für Tagesausflüge zu Elefanten Camps, Schmetterling Parks oder eben den bekannten Kuang Si Wasserfall.

Ich wollte hier aber ungern eine organisierte Tour wahrnehmen. Bei meiner letzten organisierten Tour in Kanchanaburi, hatte mich auch schon der kurze Aufenthalt am Wasserfall gestört. Das wollte ich dieses mal unbedingt vermeiden!

Also mietete ich mir einen Roller. Vollgetankt und mit einer groben Wegbeschreibung im Gepäck machte ich mich auf Richtung Wasserfall zu fahren.
Auf dem Weg da hin, gab es noch viel zu entdecken. Also dauert es nicht lange, bis ich links abbog und zu einem weiteren Wasserfall zu kommen.

Off the Road – auf einem Schotterweg fuhr ich den Berg hinauf. Auf der Suche nach dem Wasserfall entdeckte ich viele kleine Plätze. Immer mal wieder fuhr ich rechts ran um den Ausblick zu genießen und ein paar Bilder zu schießen.

Dorf am Berg

Es war fast nichts los auf der Straße und nicht nur die Wasserbüffel waren tiefenentspannt:

Wasserbüffel

Ich entdeckte riesige Blätter im Dickicht neben der Straße. Die Blätter waren absolut riesig. Man kam sich dort vor als wäre man im Film „Liebling ich habe die Kinder geschrumpft“ gelandet. 😀

riesige Blätter

Vor lauter Fotos schießen und rumcruisen hatte ich den Wasserfall ganz vergessen. Auch, dass er mir nun wieder einfiel änderte nichts an der Situation. Ich konnte ihn nämlich einfach nicht finden!
Ich fragte zwei jüngere Männer, die neben einem riesigen haufen Steine saßen.
Einer konnte etwas englisch, konnte mir aber auch nicht weiter helfen. Dafür erzählte er mir, dass er hier gerade dabei ist sein Haus zu bauen.

Also wurde das nichts mit diesem Wasserfall …. dann eben weiter.

Der Kuang Si Wasserfall

Der Kuang Si Wasserfall ist einige Kilometer entfernt und ist nicht nur für Touristen interessant, sondern bietet auch für die Einheimischen ein begehrtes Naherholungsziel.

Auf dem Weg dorthin durchquerte ich kleine, einfache Dörfer, die versuchten mit dem ein oder anderen Straßenladen, etwas an den vorbeikommende Besuchern zu verdienen.

Dank der gut asphaltierten Straße war die Fahrt recht angenehm und ging schnell herum. An den Füßen des Wasserfalls angekommen, breitet sich einem eine riesengroße typisch touristische Einrichtung entgegen. Es wimmelte von Fress- und Trinkbuden, das Parken eines Fahrzeugs/Rollers kostete natürlich extra und am Ticketschalter konnte man sich auch nicht so leicht vorbei schummeln. Kinder bis 8 Jahre kommen kostenlos rein – die Anmerkung, dass ich erst 7 bin, haben sie mir leider nicht abgenommen. Nun denn, ein paar Kip in die erwartungsvollen Hände der Laotin gedrückt und rauf zum Wasserfall 🙂

Wunderschön! Und man kann mit baden, einem Picknick und dem erklettern der obersten Ebende des Wasserfalls einige Stunden verbringen.
Es lohnt sich also selbst dort hin zu fahren um keinen zeitlichen Druck zu haben.

Hühnerfüße – yummy

Auf dem Rückweg hielt ich noch in einem der kleinen Dörfer um mich mit lokalen Köstlichkeiten zu stärken. Ich fand ein kleines BBQ vor. Es gab verschiedene Spieße, die auf Wunsch über der Kohle gegrillt wurden.
Ich entschied mich für einen Mix: Bekanntes & Exotisches.

Es gab also zwei Würstchen Spieße, ein Spieß mit Tofu und einen mit Hühnerfüße!
Die Rede ist hier nicht von Chicken Wings, sondern den Füßen … ja, die mit Zehen 😉

Ich wurde noch gefragt, ob alles mit einem Dip eingepinselt werden sollte.
Später stellte es sich heraus, dass dieser Dip aus roten Chillies bestand und die Dame hielt sich mit dem einpinseln nicht zurück. Ich kann getrost sagen, dass diese Mahlzeit, meine bisher schärfste war, die ich in Asien zu mir nahm. Mein Mund, meine Zunge und nicht zuletzt meine Lippen brannten wie die Hölle und der schweiß lief in Bächen und machte nun auch dem Kuang Si Wasserfall Konkurrenz.
Die Laotin hatte wohl Mitleid mit mir und versorgte mich mit einer Kanne kaltem Wasser.

Die Hühnerfüße schmeckten übrigens recht gut. In etwa wie die Haut von gegrilltem Hühnchen, nur noch etwas intensiver. Leider war aber zu wenig dran, was man hätte abkauen können. Ist also eher ein Snack zum knabbern als eine vollwertige Mahlzeit. 🙂

In letzter Sekunde!

Als ich wieder in Luang Prabang ankam, wurde es schon langsam dunkel. Ich musste bis 19.00 Uhr beim Rollerverleih zurück sein, sonst kostet es einen Tag extra.
Ich hatte dafür noch etwa 40 Minuten Zeit.

Da bemerkte ich, dass der Roller einen Platten hat – verdammte Sch***e !!!!

Das Problem war, dass die ganzen kleinen Werkstätte mittlerweile zu hatten. Ich wurde von einer Werkstatt zur anderen geschickt und wollte schon aufgeben und den Roller zum Verleih zurück schieben (was teuer gekommen wäre).

Ich hatte enormes Glück und entdeckte eine Werkstatt die noch offen hatte. Der Besitzer verstand sofort meine Problematik und bot mir eine Reperatur an. Für die ganze Prozedur brauchte er nicht einmal 15 Minuten. 🙂
Voller Dankbarkeit bezahlte ich liebend gern den recht geringen Preis und fuhr erhobenen Hauptes und mit gutem Gewissen zu meinem Vermieter zurück.

BONUS TIPP: Wenn du die Möglichkeit hast, einen geliehenen Roller oder Fahrrad unterwegs bei einer Werkstatt zu reparieren, dann mach das! Wenn du es deinem Verleiher gibst und etwas kaputt ist, wie z.B. der Reifen, dann wird es deutlich teurer.

SO – UND JETZT?

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