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Schiffbruch auf dem Mekong

Schiffbruch auf dem Mekong

Von Huay Xai nach Luang Prabang. Für diesen Weg kann man entweder das Schiff nehmen oder den Bus über die Berge. Begleite mich auf der abenteurlichen Fahrt über den Mekong Fluss, die vollkommen anders ablief als geplant.

Wenn der Hahn kräht

Noch vollkommen verschlafen und begleitet vom Krähen eines Hahnes, begab ich mich zum Pier, wo die Slowboats vor Anker lagen. Auf mich wartete eine zweitägige Fahrt auf dem Mekong, mit einer Übernachtung in dem kleinen Ort Pak Beng.

Huay Xai - Hafen

Nach dem Ticketkauf freute ich mich, endlich meine Ballast in Form des Backpacker Rucksack abladen zu können, um mich gemütlich auf dem Sitzplatz breit zu machen. Leider kam auch bald die Ernüchterung. Die Sitzplätze waren super hart und unbequem, wenn man, wie ich, einen Holzsitzplatz hatte.

Slowboat Mekong

Ich werde es überleben ….
Bald sollte es ja schon losgehen! Wie sich dann aber herausstellte starteten wir mit über einer Stunde Verspätung und mittlerweile waren auch die sämtliche freien Plätze belegt und einige mussten mit dem Boden beim Maschinenraum vorlieb nehmen.
Dadurch erschien mein Holzsitzplatz plötzlich, wie der aus der ersten Klasse eines Langstreckenfluges. 🙂

Gemächlich startete das Slowboat seine Fahrt.
Vorbei an schönen Felsformationen, weidende Wasserbüffel, kleine Ziegenherden und alle hundert Meter spannte ein Angler sein Netz im Wasser zwischen den Felsen. Eine wirklich schöne, idyllische Fahrt.

Wasserbüffel

Unerwartete Überraschungen

Die Fahrt war nicht wirklich spektakulär, aber sie war meditativ! 🙂 Man konnte in Ruhe ein Buch lesen und vor allem auch super andere Backpacker kennen lernen. Doch dann kam etwas unerwartetes:

Plötzlich kippte das Boot nach rechts – von rechts nach links – gepaart mit einem knarzenden Geräusch. Jeder war wach – überraschte Gesichter und ein mulmiges Gefühl in der Magengegend.
Was war geschehen?
Das Wasser machte nämlich nicht den Eindruck besonders angriffslustig zu sein.

Nach ein paar Minuten hatte es sich rumgesprochen – wir waren auf Grund gestoßen. Was an dem niedrigen Wasserpegel in der Trockenzeit lag.
Beim Motorraum war ein Loch im Gehäuse und die Crew des Schiffes samt weiterer Helfer schöpften wohl schon die ganze Zeit Wasser nach draußen.

In diesem Zustand sollte es weiter gehen. 🙂

Das war nicht alles!

Keine Stunde später gab es wieder Panik an Bord. Aufgebracht rannte die Crew von einem Ende ans andere. Der Kapitän legte am Flussufer an.

Wir verstanden auch hier erst einmal nicht was passiert war. Nachdem aber ein Teil der Crew sich am hinteren Ende des Schiffes in Badehosen zu schaffen machten, vermuteten wir irgend ein Motor Problem.
Etwa 15 Minuten später lief dann einer der Crew Mitglieder mit der Schiffsschraube im Arm durch die Reihen – sie war zerbrochen.
Fast schon stolz präsentierte er den Gästen die Schraube. 😀

Zum Glück gab es eine Ersatzschraube und die Fahrt konnte weiter gehen.

Alle guten Dinge sind drei

Wir dachten alle, dass nun die Probleme überstanden wären und wir nun entspannt unser Ziel erreichen können. Leider waren das nur Wunschträume und so kam es, dass der Kapitän ein weiteres mal halt machte.

Schnell hatten sich einige laotische Kinder eingefunden, für die wir mindestens genauso interessant waren wie sie für uns.

laotische Kinder

Dieses mal war es die Pleuelstange, so wurde mir gesagt.

Der Schiffbruch, die kaputte Stange und die zerbrochene Schiffsschraube hinterließen ihre Spuren. So fuhren wir im Schritttempo weiter. Das Boot heißt nicht umsonst „Slowboat“, aber mit der aktuellen Geschwindigkeit hätte man locker nebenher laufen können um Blumen pflücken.

So wurde es Nacht…. wir fuhren noch immer.

Pak Beng und Tag Nummer zwei

Mittlerweile vermuteten wir, dass wir diese Nacht nicht mehr in einem Hostel in Pak Beng verbringen sollten. Wir legten an einem Ort an.
Als wir erfahren hatten, das dies nicht Pak Beng war und wir nicht weiter fahren können, waren alle etwas perplex.
Nach etwa einer Stunde Wartezeit, holten uns massig Pickups und Vans an dem kleinen Hafen ab um uns dann doch noch nach Pak Beng zu bringen.

Dort schlug ich mir noch den Magen voll, stieß mit ein paar neuen Bekanntschaften mit einem Beerlao an und ging schlafen. Es sollte ja auch schon wieder früh am Morgen losgehen.

Ein weisser Schleier aus Nebel hang über den umliegenden Bergen, als ich am nächsten Morgen auf den Balkon der Gästehauses trat. In tiefster Ruhe lagen die Boote vor Anker und nicht einmal der Hahn krähte sein morgendliches Ritual.
Gerne hätte ich mich hier oben hingesetzt, mit einer heißen Tasse Cafe, um den Anblick zu genießen.

Pak Beng 1

Pak Beng 2

Dafür war aber leider keine Zeit mehr. In 15 Minuten musste ich auf dem Boot sein!
Die Abfahrt war dieses mal pünktlich.

Pak Beng Abfahrt

Unser altes Boot hatten wir zum Glück in dem anderen Hafen zurück gelassen und so wechselten wir auf ein neues Slowboat, ohne Loch und mit funktionierender Pleuelstange.

Der zweite Tag war wirklich angenehm. Das Wetter war schön, es gab keine unangenehmen Vorkommnisse und mein Sitzplatz Upgrade auf einen ausgebauten Bussitz machte sich ebenfalls positiv bemerkbar. 🙂

Wir kamen unbeschadet und mit einer großen Vorfreude in Luang Prabang an.

SO – UND JETZT?

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