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Meine erste organisierte Tour – Kanchanaburi
Kanchanaburi Tour

Meine erste organisierte Tour – Kanchanaburi

Etwas skeptisch buchte ich meine erste organisierte Tagestour in Kanchanaburi. Ich besuchte mit der Reisegruppe die must-haves der Region und kam richtig ins Schwitzen bei den Erawan Wasserfällen. Begleite mich einen Tag durch die Provinz Kanchanaburi.

Morgens um 7 Uhr klingelte mein Wecker. Eine schreckliche Zeit für mich, da ich selbst bei meinen normalen, vergangenen Jobs nie so früh aufstehen musste. Ich war ein Nachtmensch und Langschläfer – schon immer. Also quälte ich mich aus meinem Bett, wie der Maulwurf aus der Erde, um mit halb verschlossenen Augen die ersten Sonnenstrahlen des Tages zu erblicken. Normalerweise stehe ich organisierten Touren etwas kritisch gegenüber, aber ich hätte meine Wunsch-Destinations in der kurzen Zeit, die ich in Kanchanaburi verbringen wollte, nicht alle anfahren können. Daher kam mir eine Tagestour gerade recht.

Also rein in den vollbepackten Minibus und auf in Richtung „Nationalpark Erawan“.

Inhalt des Artikels:

Erawan Waterfall

Erawan Waterfall

Etwa 64 km nördlich von Kanchanaburi-Stadt, befindet sich der Erawan Waterfall. Ein Wasserfall, der nach dem Park benannt wurde, in dem er sich befindet. Erawan ist übrigens ein dreiköpfiger Elefant aus der hinduistischen Mythologie.

Der Erawan Wasserfall besteht aus 7 Level, die man belaufen, ersteigen und erklettern kann. Nach oben hin wird der Weg immer unwegsamer und Schuhe mit einem guten Profil sind sicherlich nicht falsch für diesen Trip.

Hier liegt der Erawan Waterfall:

Level 1

Noch nicht verschwitzt und sehr leicht zugänglich – Level 1 des Erawan Waterfall.
Als erstes stach mir das kristallklare, smaragdfarbene Wasser in die Augen. Wow!
Was ein Anblick. Eingebettet in den Dschungel, umgeben von dichtem Geäst und umschlungen von Lianen ist das erste Level schon mal ein Hingucker.
Ebenso die Fische, die man dank des klaren Wasser überall sehen konnte.

Erawan Waterfall - Level 1

Erawan Waterfall – Level 1

Meine Augen saugten alles auf und gierten nach dem nächsten Level.
Die Tagestour hatte einen straffen Zeitplan vorgesehen und die Leiterin warnte uns schon einmal vor, dass das 7 Level recht lange benötigt um dort hinzukommen. Wenn ich aber schon einmal dort bin, möchte ich auch alle Wasserfälle sehen… also musste ich mich sputen.

Level 2

Weiter ging es zum nächsten Wasserfall. Hier überraschte mich ein Absperrband. Ein Absperrband? Eine Filmcrew fuhr hier schwere Geschütze auf und musste gerade am heutigen Tag ein Werbespot für das pakistanische Fernsehen drehen. 🙁

Level 2 ist auch das erste Level, welches sich zum baden eignet. Aber daraus wurde wohl nichts.
In den Gesichtern der anderen Besucher war eine Mischung zwischen Enttäuschung und Überraschung der unerwarteten Attraktion zu erkennen.

Erawan Waterfall - Level 2

Erawan Waterfall – Level 2

Level 3

Und weiter zu Level 3

Erawan Waterfall - Level 3

Erawan Waterfall – Level 3

BONUS TIPP: In den „Becken“ des Wasserfalls gibt es einige Fische, die man auch super gut erkennen kann. Sie freuen sich, wenn Menschen zu ihnen ins Wasser kommen. Dann können sie nämlich alte Hautschuppen von dir abknabbern. 🙂
Keine Sorge, das ist die gleiche „Massage“ die auch als Fisch Massage in Bangkok und Co. angeboten wird und Prianhas wurden dort bisher noch keine gesehen. Du bekommst also eine Massage inklusive, wofür du sonst einige Baht hinblättern musst. Klasse oder?

Level 4

Das vierte Level eignete sich super zum baden. Das Wasser war etwas tiefer und lief über sehr glatte Steine die man als Rutschen missbrauchen konnte. Die ersten konnten es auch kaum erwarten und rissen ihre Klamotten vom Leib um sich im kühlenden Nass zu erfrischen.
Mittlerweile stieg die Temperatur auch deutlich an und dabei einen Berg hinauf zu wandern, machte es nicht gerade
erträglicher.

Erawan Waterfall - Level 4

Erawan Waterfall – Level 4

Doch schwitzend ging es weiter zum fünften Level…

Level 5

Bis Level 4 war der Weg noch einigermaßen gut erschlossen. Künstliche Treppen erleichterten den Aufstieg an steilen Stellen und der Weg war ansonsten recht gut freigeräumt. Doch das sollte sich ändern. Ähnlich wie in einem Videospiel, stieg auch hier die Schwierigkeitsstufe mit jedem Level.
Man merkte langsam, dass der Endgegner nicht mehr weit sein kann.

Erawan Waterfall - Level 5

Erawan Waterfall – Level 5

Level 6

Vorbei an Level Nummer 6…

Erawan Waterfall - Level 6

Erawan Waterfall – Level 6

Level 7

Angekommen! Schweiß gebadet und erschöpft bin ich beim siebten und letzten Level angekommen. Vom siebten Level aus konnte man das Ende des Berges sehen und sich zur Erfrischung noch einmal ins kalte Nass werfen. Auch das siebte Level war geeignet zum baden.

Erawan Waterfall - Level 7

Erawan Waterfall – Level 7

BONUS TIPP: Wir waren mit unserer Tour relativ früh vor Ort. Gegen später waren spürbar mehr Menschen am Erawan Wasserfall und es blieb nicht mehr viel übrig von der Idylle der Natur. Auch das baden macht nicht mehr so viel Spaß, wenn sich ausser dir noch 15 andere auf vielleicht 10qm tummeln. Sei also früh genug da! Der Wasserfall ist ab 8 Uhr begehbar. Wenn du etwas Zeit mit bringt, kannst du auch eine Nacht im Hostel vor Ort übernachten. Dann kannst du einer der ersten sein und den Tag in vollen Zügen genießen – ohne Zeitdruck.
Hellfire Pass

Hellfire Pass

Nach einem Teller voll Pad Thai und etwas Früchten ging es im Minibus weiter zum Hellfire Pass.

Hierbei handelt sich um einen historischen Ort mit Museum rund um die Thailand-Burma Eisenbahn, deren Streckenbau zig Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene das Leben kostete. Insgesamt starben dort rund 108.000 Menschen!
Aus diesem Grund sagt man zu dieser Strecke auch Todeseisenbahn / Death Railway.

Im Museum selbst gab es viele Informationen über die Umstände der dortigen Arbeiter. Man fand Briefe, Kleidung und Arbeitsutensilien der Gefangenen und präsentiert sie dort in luftdichten Glasvitrinen. Danach ging es zu einem Schienenabschnitt, bei dem mann erkennen konnte, wie schwer die Arbeit dort gewesen sein müsste. Bei sengender Hitze an der Klippe zu arbeiten ist sicher kein Zuckerschlecken. Wenn man dann sieht was sie dort gemacht haben, verschlägt es einem erst recht die Sprache: Sie klopften eine Schneise in massiven Fels. Nur mit Spitzhacken. Siehe…

Hellfire Pass

Wenn du mehr über die Geschichte der Eisenbahnstrecke erfahren willst, kannst du bei Wikipedia einige Informationen bekommen: Thailand-Burma-Eisenbahn

Death Railway

Krasae Cave und Death Railway

Wir besuchten noch einen weiteren Abschnitt der Eisenbahnstrecke. Hier wurden die stehen gelassen bzw. erneuert und man kann heutzutage die Eisenbahnstrecke auch selbst befahren. Man kommt damit sogar bis in den Norden Thailands.

Ausserdem wartete noch eine Höhle auf uns. Gut gekühlt dient diese als Anlaufstelle für Buddhisten.

Death Railway

Mit der Bummelbahn fuhren wir dann diese Strecke am Fluss entlang und wechselten drei Haltestellen weiter in unseren Minivan.

Brücke am Kwai

Die Brücke am Kwai

Na kennst du den gleichnamigen Film? Die Brücke am Kwai ist ein Spielfilm aus dem Jahr 1957.
Die Brücke, um der es in dem Film geht, steht in Kanchanaburi und führt über den Fluss Khwae Yai.
Für den Film wurde die Brücke jedoch in Sri Lanka nachgebaut.

Brücke am Kwai

Fazit zur Tour

Mein Fazit zu der gebuchten Tagestour

Im großen und Ganzen fand ich die Tour gar nicht mal so schlecht. Der kompakte Zeitplan hatte natürlich seine Vor- und Nachteile. Ich konnte alles sehen, was ich gerne sehen wollte. Der Aufenthalt bei dem Erawan Wasserfall war aber zu kurz, um ihn richtig genießen zu können.
Der Preis war für einen Tagestrip inklusiv allen Eintrittspreisen, Zugticket, Minivan, Essen und Trinken wirklich fair. Ich zahlte umgerechnet 32€ für alles.

Ob ich mal wieder eine durchorganisierte Tagestour mache?

Ich denke ja. Wenn ich nicht zu lange an einem Ort bin, aber möglichst viel sehen möchte, macht es wirklich Sinn diese Angebote zu nutzen. Auch wenn die einzelnen Destinations weit auseinander liegen, ist es nicht so easy das auf eigene Faust zu machen. Dennoch versuche ich möglichst auch weiterhin alles selbstorganisiert und unabhängig zu besichtigen – den Freiraum den man dann hat ist nämlich unbezahlbar. 🙂

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SO – UND JETZT?

Weiterlesen

In der Nähe von Kanchanaburi gibt es einen Tempel – hoch oben!

Der phantastische Ausblick ist ein Trip wert. Schau dir die Bilder an: Wat Tham Sua – Tempel bei Kanchanaburi

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